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2017

Oktober

Rivanazzano, die Flughafenpiste im schönen und meist warmen Norditalien, stand auf dem Programm. Der eigentliche Anlass im September wurde aus Wettertechnischen Gründen abgesagt, der Oktober hielt als Ausweichdatum hin. Und wie, er überzeugte voll und ganz. Das ganze Wochenende Wetter vom Feinsten mit Tagestemperaturen von bis zu 33° C. Nachts war es zwar kühl, aber Tagsüber einfach nur gewaltig.

Und wieder haben die Veranstalter ein tolles Wochenende aus dem Boden gestampft und wir konnten wieder viele Kollegen in toller Umgebung treffen. Bei einem kühlen Bierchen gab es Abends manch tolles Benzingespräch. Es war einfach wieder toll.

Der Grip auf der Piste war nicht schlecht und doch hat es viel Blechschaden gegeben. Auch die Zeitmessung wurde durch den einen oder anderen Teilnehmer auf ihren Ausritten arg strapaziert.

Ich weiss nicht ob es an der Herbstluft mit mehr Luftsättigung lag, auf jeden Fall wurde unser Chevy immer schneller. Wir kamen gar nicht nach mit der Korrektur der Elapsed Time. Und so kam es wie es kommen muss. Wir haben im 1. Eli-Lauf unterfahren und weg waren wir. Und so sah dies in Sekunden aus:

angesagte Zeit        gefahrene Zeit

8.70                         8.69
8.65                         8.62
8.55                         8.53
8.50                         8.49

Wir haben ja schon mit Riesenschritten nach unten korrigiert, aber der Chevy wurde schneller und schneller und so haben wir unseren 1. Eli-Lauf mit 0.01 Sek. unterfahren und weg waren wir.

Thats Race. Einmal gewinnst du, das andere mal verlierst du. Damit ist die für uns nicht sehr erfolgreiche Saison 2017 beendet und der Chevy wird über die langen Wintermonate wieder auf den neuesten Level gebracht. Ob wir nun gewinnen werden oder nicht, wir freuen uns auf die nächste Saison mit vielen Herausforderungen, Highlights und vielen Freundschaftlichen Momenten. Thats Race :)

bis nächstes Jahr
Söndy

 

August

Das Highlight des Jahres stand an, die NitrOlympx. Eine einzigartige Atmosphäre mit fast 40'000 Zuschauern, mit dem Red Bull Air Pilot Matthias Dolderer und einem gewaltigen Saturday Night Spezial. Jedes Jahr freuen wir uns auf diesen Anlass. Auch wenn in unserer Gruppe nicht so viele Rennen anstehen, ist es jedes Mal wieder eine tolle Sache.

Die Piste war wieder hervorragend präpariert. Unser Racer lief hervorragend und es versprach ein erfolgreiches Wochenende für uns zu werden. An aussichtsreicher Lage in den vordersten Rängen aus den Qualiläufen haben wir unseren ersten Eliminationslauf angegangen. Und dann wurden wir, wie ein paar weitere betroffene Kollegen, dank einer Fehlfunktion der Messanlage chancenlos aus dem Rennen katapultiert. Aber lest diesen offiziellen Ausschnitt selber. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

NitrOlympx 18. - 20.08-2017, Hockenheimring

"Dieses Jahr haben die NitrOlympx viele Gewinner. Der Veranstalter (Hockenheimring und BMC) können sich über ein ausverkauftes Haus bei der Nightshow freuen. Die Zuschauer und Teams fanden eine top präparierte Rico Anthes Quartermile vor, die endlich wieder in den europäischen Rekordbüchern zu finden ist (Top Fuel Bike Speed und Pro Stock Bike Speed). Es gab auch Rekordverdächtig viel Oildowns auf der Strecke, mit Rekordverdächtiger Downtime. Daraus resultierte leider auch bei fast jeder Klasse ein gestrichener Qualilauf. Leider gab es auch ein paar Verlierer, in der Supro ET Elimination lief die Ampel nicht immer so wie sie soll und ein paar Teams wurden so ohne fairen Wettstreit mit dem Gegner aus dem Wettbewerb verabschiedet."

Schon wieder ....

 

Mai

Letzten Freitag war es wieder soweit. Das erste Rennweekend nach einem langen Winterhalbjahr stand bevor. Endlich geht es wieder los. Mit vielen Erwartungen fuhren wir gen Süden nach Rivanazzano. Die Freude auf warmes Wetter und ein tolles Rennweekend im Kreise der grossen Dragsterfamilie war gross.

Bei schönstem Wetter haben wir auf der Hinfahrt bei 20°C gewitzelt, ab welcher Temperatur wir die kurzen Hosen montieren werden.  Nach einer problemlosen Fahrt haben wir dann unser Equipment aufgestellt, viele Freunde begrüsst und uns erst mal an die Sonne gesetzt. Bella Italia. So haben wir uns das vorgestellt. Gegen Abend dann ein feines Nachtessen auf einer nahen Cowboy Ranch und anschliessend noch ein paar Bierchen im Fahrerlager haben einen tollen Tag abgerundet.

20170506-rivanazzano-schlammbad1

Samstagmorgen zeigte sich der Himmel dann
ziemlich Wolkenverhangen. Der Verlauf der
Rennaktivitäten der verschiedenen Gruppen
verlief relativ zäh und benötigte einige Zeit.
Als wir dann an die Reihe kamen und den
Chevy an den Vorstart schoben, begann es
zu regnen. Also haben wir unseren Racer mit
grimmiger Mimik wieder zurück ins Zelt
verfrachtet. Dies waren dann auch schon all
unsere Rennaktivitäten am Samstag. Der
Regen hat nicht mehr aufgehört. Alles war
nass oder tropfte still vor sich hin und die
direkte Umgebung sah aus wie ein Sumpf.
Der Gang zum Toi Toi wurde zum Abenteuer
und an kurze Hosen verschwendeten wir
schon gar keinen Gedanken mehr.

Es gab aber auch Teilnehmer, die sich
durch keinerlei Wiedrigkeiten stören liessen.
Das Abendliche Rugbyspiel vierer
Teilnehmer mit herzhaften Flanken war
einfach herrlich anzuschauen. Ein Applaus
dieser Schlammschlacht.
https://www.facebook.com/roland.schenker/videos/10212093078939185/

Wir aber, durchnässt und frierend, sind
entgegen all unserer Gewohnheiten relativ
früh zu Bett gegangen und waren froh über
eine funktionierende Heizung.

Auch der Sonntag zeigte sich dann von seiner garstigen Seite. Dank dem Ausfall vieler Qualiläufe vom Samstag wurde das Programm ziemlich gestrafft und uns an einem extra einberufenen Briefing bekannt gemacht. Es begann gleich mit dem zweiten Qualilauf der Kategorien A3 - A0 und Pro ET. Anschliessend sollten wir Super Pro ETs unseren einzigen Qualilauf antreten, so um die 10:30h in etwa. Danach Elimination der bereits genannten Gruppen und im Anschluss daran wieder die Super Pro ETs.

Gefahren wurde zwischen den Regengüssen mit jeweiligem mühseligen Aufbereiten der Piste Seitens der Veranstalter. Diese hatten das ganze Wochenende über mit sehr viel Aufwand das Möglichste herausgeholt. Schade dass der dank des kühlen und feuchten Strips fehlende Grip dem einen oder anderen ziemlichen Schaden beschert hat.

Irgendwann haben auch wir ein trockenes Loch erwischt und konnten auf der feuchten und schwammigen Piste unseren Qualilauf durchführen. Wir wussten ja nicht wie die Piste hält und waren mit einer Vorgabe von 8.85 Sek. (unsere Bestzeit auf dieser Piste liegt bei 8.49) doch ein wenig vorsichtig. Martin hat beim Start ein wenig Gas weggenommen um nicht gleich mit radierenden Reifen stehen zu bleiben. Die gefahrene Endzeit lag dann bei 8.93 Sek. Nicht grad berauschend, aber es hatten ja alle die gleichen Probleme.

Kaum vom Lauf zurück begann wieder der grosse Regen und der Veranstalter musste das Rennen schlussendlich abbrechen. Rain down. Da es sich für die Super Pro ET aber um ein offizielles Rennen handelte, musste das Rennen, wenn auch nur mit einem einzigen Lauf, gewertet werden. Dank unserem guten Lauf konnten wir zu guter Letzt doch noch einen Pokal für unseren zweiten Platz mit nach Hause nehmen. Ein Trost für das sprichwörtlich ins Wasser gefallene weekend. 

20170507-rivanazzano-3 20170507-rivanazzano-5 

Aber beim nächsten Mal haben wir wieder mehr Wetterglück und können in mehr als nur einem Lauf um die Trophäe fighten :)

LG Söndy

 

Januar

Der Winter ist noch nicht vorbei, hat aber seinen Zenit überschritten. Die Tage werden wieder länger und die Freude auf das nächste Rennweekend immer grösser.

Diesen Winter hatten wir viel Arbeit mit der maroden Hinterachse. Vom Werk her mit viel zu wenig Lagerspiel gebaut hat das Teil während der Saison angefressen und musste komplett revidiert werden. Damit dürften auch die unangenehmen Geräusche der Vergangenheit angehören und ein paar Hundertstel gewonnen sein. Damit wir das damit schnellere Fahrzeug wieder einfangen können, wurden noch die Bremsen komplett erneuert ;). Der Motor wurde gecheckt, zeigte sich aber in perfektem Zustand. Bis auf das übliche Lagerwechseln waren hier keinerlei Arbeiten nötig. Ja, ja, natürlich wurden auch Schmiermittel und Filter gewechselt.

Der Chevy steht bereit und wir sind es auch. Das nächste Rennen kann kommen. Wir freuen uns und wünschen allen eine erfolgreiche und spassige Rennsaison.

Bis bald, Söndy

 

2016

28.05.16

Endlich ist es wieder soweit. Der lange und Rennlose Winter hat ein Ende. Wie jeden Winter wurde wieder viel am Racer gebaut und verbessert. Und wie jedes Jahr soll das erste Rennen zeigen, ob der gewünschte Effekt erreicht werden konnte.

So fuhren wir am Freitag 20. Mai mit viel Spannung nach Rivanazzano im schönen Italien. Der wunderbar gelegene Flugplatz, die Gastfreudigen Italiener und die Aussicht, viele Freunde wieder zu treffen, liessen bereits unterwegs viel Vorfreude aufkommen. Die Zollabfertigung an der Grenze war schnell erledigt und auch ein kleiner Stau in der Mailänder Umfahrungsautobahn konnten uns nicht stoppen. Relativ zügig erreichten wir Rivanazzano und stellten bei schönem Wetter unsere Infrastruktur auf. Noch am gleichen Nachmittag fand die Wagenabnahme statt und wir waren bereit für den ersten run am nächsten Tag. Bei ein paar kühlen Biers und einigen Benzingesprächen liessen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Nach dem Weckruf von Mussolini wurden wir zur Fahrerbesprechung gebeten. Hier gab es eine Neuerung. Alle Erklärungen und Abläufe wurden nebst Italienisch nun auch auf Französisch und Deutsch geliefert. Dies entspricht auch der Zusammensetzung des bunten Teilnehmerfeldes. Auch die Zeitmessung wurde nach dem Dilemma des letzten Jahres durch jemand anderes organisiert. Cherry Lackey war neu mit seinem Team für sämtliche Belange der Zeitmessung verantwortlich. Zwar gab es zu Beginn einige Probeme und Unterbrüche und diverse Kabel mussten ersetzt werden. Anschliessend lief die Zeitmessung aber das ganze Wochenende hinüber einwandfrei.

Nach dem Warm up waren wir dann auch schon bald da und positionierten uns voller Spannung am Start. Martin hat einen guten Burnout hingelegt und seine Reaktionszeit am Start war auch gut. Relativ gut weggekommen, ohne allzu gross auf der Piste zu radieren, hat er mit einer Endzeit von 9.3 Sek. doch einen entäuschenden Lauf hingelegt. Der Automat hat nicht richtig funktioniert und nicht in den zweiten Gang geschalten. So ist Martin in den Drehzahlbegrenzer gefahren und musste manuell schalten. Da dies nicht zu erwarten war, ging dadurch natürlich viel Zeit verloren. Wenigsten war sein Eindruck von der Motorleistung positiv. Im Fahrerlager wurde dann das Bremsband kontrolliert und frisch justiert. Ein Fehler konnte jedoch nicht festgestellt werden.

Beim zweiten Lauf waren wir wieder gespannt am Start und erwarteten eine deutliche Leistungssteigerung. Wieder ein guter Burnout und wieder eine gute Reaktionszeit. Beim Wegfahren hat er ein bisschen mehr radiert, ist aber ab wie Sau und hat trotzdem eine schlechte Zeit eingefahren. Über 10 Sekunden war nicht was wir erwartet hatten und entsprechend lang waren unsere Gesichter. Wieder hat uns das Getriebe einen Streich gespielt. Mitten auf der Piste hat es ein zischendes Geräusch gegeben. Die Drehzahl des Motors ging hoch, die Geschwindigkeit runter. Als ob ein Sicherheitsventil aufmachen und den ganzen Vortrieb dort rauslassen würde. Und wieder konnten wir keinen Fehler finden und waren relativ ratlos. Der anwesende Thomas Engelage hat ein massives Getriebeproblem diagnostiziert und uns dringend abgeraten, nochmals einen Lauf zu versuchen. Zu vieles könnte beschädigt werden. Er bat uns an, falls wir das Getriebe ausbauen würden, dieses gleich nach Deutschland zum Überholen mitzunehmen. Also haben wir schweren Herzens das Getriebe an Ort uns Stelle ausgebaut und Thomas mitgegeben. So blieb uns nichts anderes übrig, als unsere Zelte abzubrechen, alles einzuladen und enttäuscht nach Hause zu fahren.

Martin hat in der Garage noch ein Ersatzgetriebe. Dieses hat zwar eine kürzere Untersetzung, soll aber als Ersatz dienen, bis das andere revidiert wieder zur Verfügung steht. Der nächste Versuch soll dann Mitte Juni in Bitburg stattfinden, aber das ist eine andere Geschichte.

LG Söndy

 

2015

santa the drager

Wir wünschen allen besinnliche Weihnachten und ein gutes 2016

 

10.09.15

Am 7. September früh morgens haben wir uns frohgelaunt mit Sack und Pack auf den Weg gemacht. Bei einigermassen angenehmen Wetter freuten wir uns auf 3 Tage Hillsrace in Rivanazzano. Unser Abschlussrennen für dieses Jahr.

Nach einer angenehmen Fahrt sind wir am Donnerstag Nachmittag auf dem Flugplatz in Rivanazzano angekommen und staunten über die Schar der bereits anwesenden Rennteams. Somit dürften dieses Wochenende wohl einige Teams an diesem Anlass teilnehmen. Dies verspricht natürlich ein spannendes und abwechslungsreiches Rennfahren. Eine gute Platzierung wird einem also nicht in den Schoss gelegt :)

Schnell war unser Zelt und die ganze Infrastruktur aufgebaut und alles war bereit für die Wagenabnahme am nächsten Tag. Bei einem Gang durch das Fahrerlager sahen wir viele Freunde und konnten vielerorts ein Schwätzchen abhalten. Schön die Leute wieder beim Dragstrip zu treffen. Auch die Piste schien gut präpariert, der Leim schimmerte schwarz auf der Piste. So konnten wir uns locker ein einem nahegelegenen Restaurant einem wunderbaren Nachtessen widmen.

Am Freitag Morgen folgte dann irgendwann mal die Wagenabnahme. Ihr könnt Euch ja nicht vorstellen was das für ein aufwändiger Zirkus ist. Der Verantwortliche hat einmal rund ums Auto geschaut, zwei Fotos geschossen und den Kleber angebracht. Tschüss, aus, das wars. Ein Aufwand von 5 Minuten :) Wenn das nur überall so unbürokratisch wäre.

Ja und dann fingen die Qualifikationsläufe an. Bis am Samstag Abend konnten wir 6 Qualiläufe durchführen. Martin wurde mit seiner Reaktionszeit immer genauer und der Chevy immer wie schneller. Das Wetter hat super mitgemacht. Die grossen Gewittertürme zogen wunderbar am Renngelände vorbei. Bei uns gab es keinen Regen, in Mailand muss es geschüttet haben.
Am Samstag Abend gab Martin einen Index von 8.650 Sekunden an und fuhr 8.666 Sekunden. 1.6 Hundertstel über dem Index und dies entgegen den meisten Konkurrenten ohne elektronische Starthelfer .... Mit diesem Resultat dürften wir ganz weit vorne in der Quali liegen. So haben wir uns mit Genuss die Show des Motorrad-Stuntmans Aras angeschaut. Wir konnten fast nicht glauben was wir sahen. Was der mit seinem Bike anstellte war einfach nur wahnsinn. Unglaublich. Was für eine Show. Den Kopf immer noch voll von Piruetten, Wheelies usw. haben wir den Grill angeschmissen und gut gegessen. Am Abend war dann Musik im Festzelt angesagt. Die Eight Ball Band Rockabilly Show Band hat aufgespielt. Die Typen waren genial und haben innert kürzester Zeit das ganze Festzelt mitgerissen. Was für eine Stimmung und was für tolle Songs. Der Abend hat einfach nur Spass gemacht. So lässt sich ein Rennweekend geniessen :) Müde sind wir nach Mitternacht ins Bett gefallen.

Am Sonntag Morgen haben wir dann die Starterliste gecheckt. Mit unserer genialen Qualizeit fanden wir uns auf dem 5. Platz. Es gab also noch vier weitere Kontrahenden, die weniger als 1.6 Hundertstel an ihren Index gefahren sind. Mit oder ohne elektronsiche Helferlein lassen wir nun aus ....
Eigentlich sollte der Sonntag mit dem letzten Qualifikationslauf beginnen. Es waren aber so viele Teilnehmer da, dass das Programm gekürzt wurde und gleich mit den Eliminationsläufen begonnen wurde. Um 9:00h war Briefing und anschliessend sollte es losgehen. Leider hat die Zeitmessung nicht richtig funktioniert. Jeder Teilnehmer der rechten Bahn hatte automatisch ein red light. Nach einer Stunde konnte der Fehler behoben werden und die Eliminations begannen. Unseren Kontrahenten Sebastian Lajoux hatte Martin mit einem fantastischen Lauf vermutlich im Sack. Leider zeigte just bei diesem Lauf die rechte Fahrbahn wieder ein red light an und der Lauf musste wiederholt werden. Zuvor wollte aber die Zeitmessung repariert werden.

rivanazzano 1

Was soll ich sagen. Die Verantwortlichen konnten die Zeitmessung nicht mehr reparieren. Um 14:00h Nachmittags verkündete der Präsi der Veranstaltung den Rennabbruch dank technischen Problemen der Infrastruktur. Als Endresultat zählen die Ergebnisse aus den Qualiläufen. Somit befanden wir uns nach einem vermutlich gewonnenen Elilauf also auf dem 5. Endplatz wieder.

Rivanazzano aus Austragungsort für einen Dragevent ist fantastisch. Die Piste ist auch ohne Taxiway gut, die Veranstalter sehr zuvorkommend und äusserst sympathisch. Der Platz mit soviel Teilnehmern zwar beengt aber toll. Bei so vielen Teilnehmern und Besuchern dürften einfach viel mehr Toiletten zur Verfügung stehen. Es macht keinen Spass wenn die Dinger bereits Morgens schon gefüllt sind.... Auch das mit der technischen Infrastruktur ist natürlich äusssert peinlich und haben wir so noch nie erlebt. Aber was solls. Wir gehen mal davon aus, dass die Veranstalter vom Erfolg überrollt wurden und diese Fehler nächstes Jahr nicht mehr passieren.

Trotz alledem hatten wir unseren Spass und haben ein tolles Camperweekend verlebt, bei dem nebenbei noch etwas Auto gefahren wurde :) Nun heisst es die gewonnenen Erkenntnisse über den anstehenden langen Winter in das Fahrzeug einfliessen zu lassen. Einige Baustellen haben sich gezeigt, die behoben werden wollen. Es wird uns auch diesen Winter nicht langweilig werden und wir hoffen, dass der Cheviy nach dem Winterhalbjahr mit Freude und Zuverlässigkeit in die neue Saison 2016 startet.

Und genau das wünschen wir all unseren Rennfreunden. Ein tolles Schrauberhalbjahr und viel Spass und Erfolg in der kommenden Rennsaison 2016.

Liebe Grüsse
Söndy


12.08.15

Vergangenes Wochenende war Hockenheim angesagt. Zum 30. Mal fanden die NitrOlympx statt. Natürlich waren wir auch dabei und strebten eine gute Plazierung an. Aber der Reihe nach.

Am vorgängigen Wochenende wurde der Chevy bei den Test & Tunes sauber auf den Hauptanlass vorbereitet. Nach diversen Feineinstellungen und Trainingsläufen pendelten sich die Rundenzeiten zwischen 8.5 und 8.6 Sek. ein. Der Chevy erwiess sich als sehr zuverlässig und gab keinen Anlass zur Sorge und wir waren mit dem Erreichten zufrieden.

Am Donnerstag vor dem Rennwochenende mussten wir den Chevy der Wagenabnahme stellen. Über 4 Stunden Wartezeit bei mehr als 40°Celsius waren heftig. Wenigstens gab es nichts zu beanstanden und wir konnten die letzten Vorbereitungen treffen.

Am Freitagmorgen stand der erste Qualilauf an. Martin gab seinen Index mit 8.55 Sek. an. Mit seinen erzielten 8.56 Sek. war er nach dem Durchlauf aller 46 Rennfahrzeuge in dieser Kategorie der Erste und somit Quali-Master :) Unsere Freude war riesig. Im zweiten Qualilauf am Nachmittag hüpfte der Chevy beim betätigen des Transbrakes nach hinten aus dem stage raus und somit war dieser Lauf ungültig. Nach der Durchfahrt aller Teilnehmer fanden wir uns dann an zweiter Stelle wieder. Vor uns hatte sich ein Englischer Kontrahent mit einer Differenz von 0.000 Sek. zur angesagten Zeit eingefügt.... Mit diesem guten Ergeniss im Nacken hatten wir einen ausgelassenen Abend und gönnten uns das eine oder andere Bierchen.

Am Samstag passierte uns dann ein ärgerliches Malheur. Beim Runterlassen des aufgebockten Racers rutschte der Teller des Wagenhebers ab und beschädigte Antrieb und Keilriemen der Lichtmaschine nachhaltig. Aus Mangel an Ersatzteilen konnten wir diese nicht mehr in Betrieb nehmen. Im folgenden Lauf fuhr Martin im ersten Gang in den Drehzahlbegrenzer, da der Solenoid mit einem Spannungsabfall nicht mehr automatisch geschalten hat. Bis Martin unerwartet manuell die Schaltung betätigt hat, verging einige Zeit und die Laufzeit von 10.11 Sek. verwunderte nicht gross. Aus Zeitgründen wurde unser 4. Qualilauf abgesagt und somit fanden wir uns Abends auf dem immer noch guten 3. Schlussrang vor den sog. Eliminations. Das Problem mit der mangelnden Spannung und dem daraus schlecht ansprechenden Transbrake und Solenoid hinterliessen aber doch einige Zweifel. Dafür gab es in Hockenheim wieder eine geniale Nightshow zu sehen.

Der Sonntag begann Wettermässig doch einiges kühler als die beiden vorangegangenen Tage, an denen auf dem Platz jeweils wieder über 40°Celsius gemessen wurden. Diese hohen Temperaturen haben Mensch und Maschine doch ziemlich zugesetzt und es gab einigen Materialschaden zu beklagen. Somit begaben wir uns bereitsum 9 Uhr bei angenehmen Temperaturen zum 1. Eliminationslauf. Das Bewusstsein, dass das Fahrzeug nun einige Macken hatte und die Reaktionszeit am Start zum Resultat dazugerechnet wird, haben an Martin (und der Technik) geknabbert. Und so kam es, wie es kommen musste. Martin legte einen veritablen Frühstart hin und das Rennen war für uns gelaufen. Wir konnten das gute Resultat aus der Qualifikation nicht umsetzen. Entsprechend gross war die Enttäuschung und wir verliessen Hockenheim mit hängenden Köpfen.

Die neuen Teile sind in der Zwischenzeit bestellt. Anfang September geht es nach Italien zum Abschlussrennen dieser Saison. Wir hoffen natürlich dass wir dort besser abschliessen und die Saison doch noch versöhnlich beenden können. Wir freuen uns auf den nächsten Anlass und schauen vorwärts.

 

24.06.15

Auch diesen Winter haben wieder einige neue Teile den Weg in den Chevy gefunden. Damit der Motor bei der Zielüberfahrt nicht so hoch dreht, hat die Achse eine längere Übersetzung erhalten. Der Wandler hat zu viel Leistung geschluckt, auch der musste einem neuen Teil weichen. Damit sich der Chevy beim Start nicht so verwindet, kamen Verstrebungen an die Hinterachse. Ja und wie üblich wurden sämtliche Verschleissteile getauscht usw. Gebrabbelt hat der Chevy in der Garage zuverlässig. Wie er sich dann aber in der freien Wildbahn machen wird, wird erst der Betrieb auf der Piste zeigen. Und da werden dann einige Einstellarbeiten auf uns zukommen. Wir waren also gespannt.

So haben wir uns für die Spring Open in Rivanazzano in Italien angemeldet. In Italien sind wir vorher noch nie ein Rennen gefahren und Martin musste für den Zoll extra ein sog. Carnet ATA erstellen lassen. Ohne dieses Teil kein Grenzübergang. Am Freitag 15. Mai haben wir uns früh morgens auf den Weg Richtung Italien gemacht. An der Gotthard Raststätte haben wir uns mit dem Team Rechsteiner getroffen und sind nach einer guten Stärkung gemeinsam weitergefahren. Bis just zum Grenzbaum in Chiasso hat uns Regen begleitet. Beat Rechsteiner war schon mehrfach mit seinem Renner in Italien und mit seinem Dokument ratz fatz fertig. Unser Dokument, zum ersten Mal benutzt, musste aber scheinbar erst eröffnet werden. So hat uns der Italienische Grenzbeamte zu seinem Schweizer Kollegen geschickt. Der hat sich die Doku angesehen und mit ein paar abweisenden Italienischen Brocken rausgeschmissen und weg war er. Richtig Kundenfreundlich. Ein weiterer Kollege hat uns dann erklärt, dass wir das Carnet nur beim Lastwagenzoll eröffnen können. Also mehrere hundert Meter auf der Autobahn zurück gehen, eine Treppe runter und ab zum LKW-Zoll. Unter vielen Truckern, ohne Kenntnis der Italienischen Sprache und keiner Ahnung von gar nix haben wir dann den Marathon durch die verschiedenen Schalter geschafft. Nach 2 Stunden hin und her wollte dann die Italienische Beamtin unseren Renner sehen und wir mussten ihr erklären, dass dieser oben am Personenübergang steht. Nach Rücksprache mit ihrer Chefin wurden dann die Italienischen und Schweizerischen Zollstempel annulliert und wir wieder zum Personenübergang geschickt. Da das Carnet nun aber eröffnet war, ging die Sache dann schnell über die Bühne. Bei einem nächsten Carnet wissen wir aber nun Bescheid und lassen uns dieses im Vorfeld beim Schweizer Zoll eröffnen. Erspart viel Mühe und Zeit.

So sind wir dann nach 2,5 Std. Verzug bei prächtigem Wetter weiter nach Rivanazzano gefahren und wurden dort von den Organisatoren sehr freundlich empfangen. Uns wurde ein guter Platz zugewiesen und nun war ich gespannt auf das neue Zelt, das Martin hat anfertigen lassen. Auf einem Traggestell aus leichtem und sehr stabilem Bambus wird vom Anhängerdach her eine Blache drüber gerollt und am Boden verankert. So wird die ganze Länge des Anhängers auf eine Breite von ca. 3.5 Metern abgedeckt. Die beiden Öffnungen hinten und vorne können mit zwei Teilen geschlossen werden. Dies ergibt einen von Wind und Regen geschützten Bereich von ca. 25 m2. Genug Platz für den Renner, das Werkzeug und für uns. Eine absolut geniale Sache, die von vielen Besuchern bestaunt wurde. Ich werde bei nächster Gelegenheit mal ein Foto machen und einstellen. Nach dem Aufstellen der ganzen Infrastruktur hat uns dann der Hunger gepackt. Auf dem Platz selber war noch nichts verfügbar. Die entsprechenden Verpflegungsmöglichkeiten kommen erst Samstags. Uns wurde eine Pizzeria in der Nähe empfohlen, die dann aber anschliessend nicht den ersten Platz auf unserer Hitliste eingenommen hat. Da haben wir schon besser gegessen. Ein paar Bierchen liessen die Sache vergessen und als es dann zu regnen begann, haben wir uns müde zum Schlafen gelegt.

Der Samstag empfing uns dann nass, grau und kühl. Nicht die Aussichten, die wir uns gewünscht haben. Die Piste war geleimt und bis Mittag regnete es rein. Das wird ja eine schöne Schmierseife geben. Um 13:00h rum hat der Regen aufgehört, die Wolken haben sich verzogen und die Sonne hat die Oberhand gewonnen. Bei sehr angenehmen Temperaturen wurde die Piste schnell trocken und der Rennbetrieb startetet um ca. 14:30h. Selbstverständlich waren viele Italiener mit ihren Alfas, Fiats, Citroens und was weiss der Teufel noch hier. Alles was sich irgendwie mit Turbo und/oder Kompressor schneller machen lässt. Das Zeugs dreht ja bis zum Wahnsinn und mit den kleinen Kampfgewichten waren die Dinger sauschnell. Eric Angeloni, der Präsi der Französischen Dragster Vereinigung, war mit seinem ca. 2‘500 PS Rail Dragster vor Ort der absolute Local Hero und hat mit einer Zeit von 7.5 Sek. aufgezeigt, wo der Hammer hängt. Lex Power, Beat Rechsteiner und viele andere waren mit den gefahrenen Zeiten mehr oder weniger zufrieden. Nur Martin war mit seiner 9.2 gar nicht zufrieden. Da haben wir uns mehr erhofft. Aber eben, nun will alles auf die neuen Komponenten eingestellt werden. Abfahrtsleistung (Stall) anpassen, 1. Gang höher nehmen, die Wheeliebar setzt zu früh auf, Zündung anpassen usw. usw. Gegen Abend bei warmen Temperaturen und etwas mehr Gummi auf der Piste stand dann mal eine 8.592 auf dem Ticker. Martin hat damit die angegebene Referenzzeit von 8.600 Sek. zwar unterfahren, aber Scheissegal, der Chevy läuft. Unsere Freude war gross, sind wir mit dem neuen Setup in etwa an dem Punkt, an dem wir letztes Jahr aufgehört haben. Natürlich haben wir dies Abends gebührend gefeiert.

rivanazzano 15 - chevy 01

Am Sonntagmorgen standen dann nochmals zwei Qualiläufe an, bevor nach der Mittagspause die Eliminations begannen. Es wurde zusehends wärmer und die Piste schneller. Eric Angeloni stanzte eine 7.0 in den Asphalt. Bei Lex Power hat das Getriebe nachgegeben. Hofi hatte Probleme mit dem Drehzahlbegrenzer usw. Der ganz normale Rennbetrieb.Martin konnte seine Referenzzeit von 8.6 nicht mehr ganz erreichen. Irgendwie wollte der Chevy nicht mehr sein ganzes Potential ausleben und Martin musste mit seiner Reaktionszeit beim Start spielen. Und so kam es wie es unter solchen Umständen meistens kommt. Martin hat ein Redlight gefahren. Sein Konkurrent zwar auch, aber mit 3 tausendstel etwas weniger als Martin mit 5 tausendstel und damit sind wir rausgeflogen. So blieb uns am Schluss der undankbare 4. Rang. Der Chevy hat Potential, wir müssen es nur noch richtig ausschöpfen und zur Zuverlässigkeit bringen. Dann sind wir wieder vorne mit dabei.

rivanazzano 15 - chevy 02

Wie die meisten Veranstaltungen in Frankreich findet auch der Event von Rivanazzano auf einem regionalen Flugfeld statt. Dieser scheint aber nicht sehr frequentiert zu sein. Die Piste kann weit geleimt werden und bei Regen gibt's ein Ausweichdatum eine Woche später. Die Organisation ist gut, die Veranstalter sehr sympathisch, freundlich und entgegenkommend. Die Infrastruktur ist gut, es gibt sogar die Möglichkeit des warmen Duschens. Das Drum Herum ist supi, die Atmosphäre sehr angenehm und der Weg für uns mit 450 km nicht so weit. Es hat uns sehr viel Spass gemacht und wir kommen wieder. Spätestens zu den Summer Open Mitte Juni 15.

im Jänner

Letztes Jahr haben wir hauptsächlich den neu aufgebauten Motor und alle neuen Bestandteile eingestellt und aufeinander abgestimmt. Der Chevy wurde von Rennen zu Rennen schneller und, was fast noch wichtiger war, immer zuverlässiger. Gegen Ende Saison konnten wir uns in Hockenheim unsere absolut schnellste Zeit von 8.579 Sekunden gutschreiben lassen.

Nun sind wir wieder am Aufbereiten unseres Racers und wieder finden viele Neuteile Einzug in das Fahrzeug. Somit werden wir auch die neue Saison hauptsächlich mit Einstellungsarbeiten beginnen. Wir sind aber zuversichtlich, die nötigen Feinabstimmungen schnell im Griff zu haben und auch diese Saison wieder über einen zuverlässigen und schnellen Racer zu verfügen.

Wir sind gespannt wie ein Flitzbogen und wünschen allen Freunden und Racern einen guten Saisonstart.

 

2014

02.06.2014

Vergangenes Wochenende waren wir in Bitburg beim Test & Tune. Wir wollten endlich mal sehen, was die Bemühungen des vergangenen Winters bringen würden.

Nach dem Aufstellen des Equipments am Freitag Abend haben wir den Chevy für den ersten Lauf am Samstag vorbereitet und uns dann dem gemütlichen Teil zugewendet. Nach einer saukalten Nacht gings dann am Samstagmorgen an den warm up. Kurz darauf der erste Lauf mit dem neuen Motor, der in einer 9.5 gipfelte. Nicht gerade was wir erwartet haben. Der Motor lief zu fett und wir haben kleinere Düsen verbaut. Nach jedem Lauf haben wir wieder Korrekturen vorgenommen, der Chevy wurde immer schneller und Martins Grinsen immer breiter :)

Am Sonntagmorgen, bei noch nicht aufgewärmter Piste, hat Martin mit 8.712 Sek. den schnellsten Lauf des Wochenendes hingelegt. Dies auf einer ungeklebten Strecke ... Und mit grösster Wahrscheinlichkeit ist die Vergasereinstellung immer noch zu fett. Im letzten Jahr mussten wir beständig hochdüsen und nun geht es in die andere Richtung. Für das nächste Rennen werden wir zügig neue Düsen bestellen müssen und dann sollte der Chevy noch einen Zahn zulegen. Diese Feineinstellungen werden uns wohl noch eine Zeit lang beschäftigen, aber wir sind überzeugt, in Hockenheim auf einer geklebten Piste eine 8.5 zu fahren und somit wäre unser Ziel eigentlich erreicht. Viel mehr macht das miles steel Chassis wohl auch nicht mit.

In drei Wochen ist Vichy und da werden wir teilnehmen. Es gibt leider viel zu wenig Möglichkeiten um an Rennen teilzunehmen und so werden wir auch hie und da wieder bei der Trophée Francais dabei sein. Nach Vichy sind wir wieder ein bisschen schlauer über die Leistungsentfaltung unseres Chevys. Wir haben nun einen Motor mit einer sehr linearen Kraftentfaltung, der noch über einiges Potential verfügt. Auf jeden Fall ist die Achsübersetzung zu kurz. Da werden wir auch noch was ändern müssen. Peter Grossmann, unser Motorenpapst, hat uns noch ein paar weitere Details aufgezeigt, deren Anpassungen den Chevy noch ein bisschen schneller werden lassen. Endlich macht es den Anschein das wir uns auf einem guten Weg zu einem konstant schnellen und zuverlässigen Racer befinden. So sehen wir voller Zuversicht den ersten Rennen entgegen und sagen "Danke Peter".

LG Söndy

17.03.2014

Die neuen Motorenteile aus den Staaten sind vor zwei Wochen eingetroffen, Freude herrscht. Mann sieht das gut aus. Dragon Slayer Welle, Wiseco Race-Kolben (die passen), CNC gefräste Dart-Köpfe mit einem wesentlich grösseren Durchsatz. Und nun alles auf E85 Bioethanol ausgelegt. Bill Cannons Garage hat gute Arbeit geleistet. Aktuell sind die Zylinder im Schleifwerk um die Spuren der letzten Saison zu verwischen. Leider ist dabei der Balancer zerstört worden. Der Ersatz ist aber bereits unterwegs. Es kann sich also nur noch um Tage handeln, dann gehen die Teile wieder zurück zu Peter Grossmann, der den praktisch neuen Motor für uns zusammengestellt hat, nun alles sauber ausbalanciert und einstellt. Peter wird uns an die ersten Rennen begleiten, um den Motor unter Last sauber abzustimmen und letzte Hand anzulegen. Wir sind so was von gespannt und erwarten mit Recht einen seit Jahren endlich konkurrenzfähigen Motor. Es wird sich zeigen, ob der Wandler und die Hinterachsübersetzung noch mit diesem Motor harmonieren werden. Sonst wird der nächste Ersatz fällig. Aber ich werde wieder berrichten, sobald wir erste Ergebnisse haben.

also bleibt dran
bis bald
LG Söndy

04.02.2014

Auch in diesem Winter ist wieder viel Arbeit angesagt. So wurden bis jetzt die schweren Bodenbleche gegen leichtere Pendants aus Aluminium getauscht. Der wheeli bar wurde komplett neu gemacht. Etwas länger soll er nun den Chevy besser stabilisieren und nebenbei ist er nun für den Transport demontierbar. Auch sollte er uns unter Last nicht mehr in die Karrosse reinhauen

Martin hat eine komplette elektronische Überwachung verbaut. Damit lassen sich sämtliche Motorparameter, Schlupf, Verluste usw. kontrollieren und korrigieren. Dies erlaubt es uns, die nötigen Einstellungen schneller zu finden und korrekter einzustellen. Gibt bessere Zeiten und beugt teuren Motorschäden vor. Bis wir das Teil einsetzen können, müssen wir aber noch die "Schulbank" drücken und uns mit dem sehr umfangreichen feature vertraut machen.

Der Motor liegt auch in Einzelteilen bei einem Motorenbauer rum. Wenn alles klappt, dann sollten diese Woche noch die neuen Teile aus den USA verschickt werden. Anschliessend heisst es Linienbohren des Aggregats, alles zusammen bauen und testen. Wir versprechen uns viel von den neuen Teilen. Die Saison 2014 soll um einiges erfolgreicher verlaufen als die letzten. Aber da braucht es ja leider auch nicht viel dazu :) Wir lassen uns da gerne positiv überraschen. In ein paar Wochen sollte das Teil sauber laufen und dann heisst es fahren und einstellen.

Also bis bald
LG Söndy

2013

Ich habe schon lange nicht Neues mehr berichtet, aber die vergangene Saison gab auch nicht viel her. Also schreibe ich einfach eine kurze Zusammenfassung der vergangenen Rennsaison 2013.

Seit dem Einbau des neuen Motors vor drei Jahren sind wir auf keinen grünen Zweig gekommen. Die Fahrleistungen blieben weit unter den Erwartungen zurück. So haben wir letzten Winter einen tunnel ram und ZWEI neue Vergaser verbaut, die speziell mit einer Grundeinstellung für unseren Motor versehen wurden. So haben wir sie auf jeden Fall bestellt. Damit erhofften wir uns einen grösseren Zuwachs an Leistung.

Das Rennen in Bechyne sollte uns zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Leider war das Wochenende dermassen verregnet, dass das Rennen sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist. Wir konnten einen einzigen Lauf auf die Achtel-Meile fahren, der natürlich keinerlei Rückschlüsse auf die neue Konfiguration hergab. 1‘400 Kilometer für nichts.

Die nächste Möglichkeit war in Bitburg. Mit grossen Erwartungen sind wir in die Eiffel gefahren und die erste gefahrene Zeit von 10.4 Sek. auf die Viertel-Meile hat unsere Gesichter lang und länger werden lassen. Da waren wir ja in der Vorsaison mit einem Vergaser und ohne tunnel ram schneller unterwegs. Wir mussten feststellen, dass das set up der neuen zwei Vergaser überhaupt nicht mit unserem Fahrzeug harmonierte. Zu klein waren die verbauten 94‘er Düsen, zu mager ist der Motor gelaufen. Also haben wir 96’er Düsen verbaut und der nächste Lauf brachte eine Zeit von 9.7 Sek. Wir waren also auf dem rechten Weg. Flugs haben wir nochmals hochgedüst und 99’er Teile eingesetzt. Auf dem Zeitmesser prangte eine 9.2 für den nächsten Lauf. Eine schnellere Zeit konnten wir das ganze Wochenende nicht erreichen, wir hatten auch keine grösseren Düsen mehr. Die Vibrationen des Motors, die uns schon seit Beginn begleiten, haben aber die Lambda-Sonde rausgeschüttelt und der Halter der Lichtmaschine ist gebrochen. In der Zwischenzeit werden doch einige Teile mit Draht an ihrem Platz gehalten.

Eine nächste Möglichkeit, den Chevy vorwärts zu pushen, ergab sich bei den NitrOlympx in Hockenheim. Was soll ich sagen, wir konnten absolut nichts ausrichten. Mit der besten gefahrenen Zeit von 9.1 Sek. erreichten wir nicht mal unseren Index. Wir sind zwar nach den Qualifikationsläufen auf einem der letzten Plätze in die Eliminations gerutscht, hatten dort aber absolut keine Chance und haben gleich den ersten Lauf sang- und klanglos verloren. Da nützt es auch nichts, wenn der Speaker unseren Chevy als eines der schönsten Fahrzeuge vorstellt, wenn das Teil nicht läuft.

Nach Hockenheim war die Saison für uns gelaufen. Mit diesen Fahrleistungen konnten wir nicht mehr an weiteren Rennen teilnehmen. Martin hat dann in seiner Garage einen sog. Lunati-Test gemacht (hoffentlich schreibe ich das richtig). Dieser zeigt auf, wie viel Leistung pro Zylinder effektiv vorhanden ist. Ein Zylinder hatte noch 19%, ein anderer 28% Leistung usw.. Die von einem Amerikanischen Motorenbauer verbauten Kolben sind grundsätzlich falsch für unser Fahrzeug. Für Methanol berechnet sind sie zu schmal für unseren mit Bio-Ethanol betriebenen Chevy. Mit Bio-Ethanol erreichen wir nicht die Verbrennungstemperatur die Methanol-Kolben benötigen um sich auszudehnen. Ein Grossteil der erzeugten Kraft fliesst so neben den Kolben hindurch in den Keller des Motors und drückt uns dort die Dichtungen raus. Nebenbei haben die Dinger auch ins Deck der Zylinderköpfe geschlagen, da die Länge der Kolben bzw. der Hub auch falsch berechnet war. Die so teuer eingekauften Diamond Kolben weisen heute teilweise tiefe Risse auf und sind allesamt Schrott. Mit der zu Beginn dieser Saison zu mageren Gemischaufbereitung haben wir noch die Kolbenringe geschlissen, der Winkel der Ventilsitze im Zylinderkopf passt nicht mit derjenigen der Ventilführung zusammen usw. Alles in allem nicht ein Rundum Sorglos Paket, dass gute Leistungen verspricht. Im Nachhinein wundern wir uns nur noch, dass dieses aus irgend welchen Teilen zusammengepappte Aggregat überhaupt ne 9.1 auf die Viertel Meile gebracht hat.

Der nächste Winter kommt bestimmt und damit auch einiges an Arbeit. Zusammen mit einem Schweizer Motorenbauer wird das Aggregat mit absoluter Top Ware komplett neu aufgebaut und abgestimmt. Unsere Wunschzeit für nächstes Jahr wäre eine 8.5 auf die Viertel Meile. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Aber wie heisst es so schön? Die Hoffnung stirbt zu Letzt.

So freuen wir uns auf die nächste Saison und sind gespannt, wie sich der neu aufgebaute Motor machen wird.

LG Söndy

Mai, Bechyne

Über den Winter hat sich wieder viel am Fahrzeug geändert. Ein zweiter Vergaser und ein tunnel ram fanden unter anderem Einzug unter die Motorhaube. Mit neuen kleineren Düsen stehen wir wieder am Anfang sämtlicher Einstellungsarbeiten. Also haben wir uns entschlossen nach Bechyne in Tschechien zu fahren. Das Rennwochenende ist dann aber sprichwörtlich ins Wasser gefallen. "Land unter" war das Motto in Tschechien und wir konnten aus Sicherheitsgründen einen einzigen Lauf auf die 1/8 Meile fahren. Keine Referenz, keine Möglichkeit Einstellungsarbeiten vorzunehmen, nur Wasser überall. Um nicht in den Fluten zu versinken, haben wir noch am gleichen Tag die Heimfahrt angetreten. Was für ein Reinfall.

Nun ist unser racer aber immer noch nicht bereit für den grossen Anlass in Hockenheim im August. Also werden wir am Wochenende vom 5. und 6. Juli nach Bitburg fahren und die so nötigen Einstellungsarbeiten vornehmen. Dann hoffen wir ein wirklich Konkurrenzfähiges Fahrzeug zu haben. Also bis bald.

2012

Rückblick auf die vergangene Rennsaison:

Endlich finde ich mal Zeit wieder einen Bericht einzustellen. Sehen wir diesen einfach als Nachbetrachtung der vergangenen Saison an.

Anfangs 2012 haben wir uns entschlossen, möglichst alle Rennen der Französischen Trophée zu fahren. Mit Ausnahme des Rennens, dass zeitgleich mit Hockenheim stattfindet.

Das erste Rennen in Mende war von Regen und Sturmböen durchzogen. Wir konnten einen einzigen Lauf unter dramatischen Bedingungen absolvieren. Windböen von mehr als 120 km/h haben den Chevy über die ganze Piste getrieben. Wir konnten dankbar sein, dass Martin bei mehr als 230 km/h keinen Aufwind erwischt hat. Die Auswirkungen wären wohl fatal gewesen. Trotzdem hat Martin eine gute Zeit hingelegt und wir belegten am Schluss den 3. Platz.

Das zweite Rennen fand in Lanas statt. Eine fantastische Landschaftliche Umgebung und ein wundervoller Platz um das Equipment zu installieren. Wenigstens war hier der Grip der Piste einigermassen gut. Nach einigen Quali-Läufen am Samstag mit sehr guten Zeiten hat es den ganzen Sonntag geregnet und das Rennen wurde abgebrochen. Hier hat die Zeitmessung im 1. Lauf nicht ganz sauber gearbeitet. Wir hatten eine Zeit von 11.5 Sek., dies mit einer Endgeschwindigkeit von über 240 km/h. Rein rechnerisch schon gar nicht möglich. Schlussendlich hat man uns ein redlight reingeknallt und wir haben wertvolle Punkte verloren. Trotz Protest konnten wir nichts erreichen. Aber schlussendlich befanden wir uns auf dem 1. Platz der Trophée.

Als drittes Rennen stand Lurcy an. Endlich mal ein Rennen, dass bei fantastischem Wetter stattfand und nicht abgebrochen wurde. Der Grip in Lurcy war gut und Martin fuhr bis ins Final, wo er am Schluss Eric Angeloni in seinem Dragster unterlag. Die ganze restliche Konkurrenz war weg. Mit unserem äusserst zuverlässigen Chevy wurden wir langsam zu einem ernst zu nehmenden Gegner. Am Ende dieses Wochenendes befanden wir uns auf dem 2. Rang der Trophée.

Das vierte Rennen der Trophée in St. Yan haben wir ausgelassen. Zeitgleich fanden die NitrOlympx statt und Martin hat diesem Anlass den Vorrang gegeben. Leider war die Piste in Hockenheim in einem miserablen Zustand. Irgendwie wurde der Belag weggefräst, um die Piste zu erneuern. Leider nicht fertig zu diesem wichtigen Anlass. So wurde der ganze Strip mit Leim gefüllt und der Grip war schlussendlich sehr schlecht. Im Viertelfinal gegen einen starken Gegner stehend hat Martin zu viel gewollt, war nicht zu halten und hat mit 2/1000 Sek. ein Rotlicht gefahren.

Im Nachhinein haben wir erfahren, dass der Grip in Frankreich in St. Yan unter aller Sau war und ein Kontrahent einen mehrfachen Überschlag fabriziert hat. Haftungsabriss bei mehr als 200 km/h und tschüss.

Durch das Auslassen dieses Anlasses sind wir in der Gesamtwertung auf den 5. Rang abgerutscht. Das letzte Rennen der Trophée in Vichy sollte es also bringen. Wir wollten wenigstens den 2. Schlussrang zurückerobern. Der erste Platz, belegt durch Eric Angeloni, war mit mehr als 100 Punkten Differenz nicht mehr zu holen. Zum zweiten Platz fehlten uns aber lediglich 9 Punkte und das sollte doch wohl zu machen sein.

So fuhren wir voller Erwartungen bei schönstem Wetter nach Vichy, wo uns die versammelte Konkurrenz erwartete. Der Grip der Piste war enttäuschend. Neben unserem Anhänger hat der Veranstalter ein volles Fass Leim versteckt. Scheinbar wollte man dieses nicht mehr auf die Piste streichen. Dafür ist dann am Samstag ein weiterer Kontrahent bei mehr als 200 km/h abgeflogen und hat einen mehrfachen Überschlag fabriziert. Den Sicherheitsbestimmungen mit Überrollkäfig und so weiter sei Dank ist der Pilot lediglich mit ein paar Schrammen seinem total demolierten Fahrzeug entstiegen. Ein weiterer Konkurrent konnte sein Fahrzeug noch abfangen und hat sich lediglich einen grösseren Schaden eingefahren.

Wir hatten jedoch Glück und ein paar fantastische Läufe hingelegt. Zeitweise belegten wir den 1. Rang. Am Sonntagmittag, vor dem Beginn der Eliminationsläufe, belegten wir den 2. Rang. Mit einem fantastisch fahrenden Chevy wollten wir nun ganz vorne mitmischen und gingen voller Vorfreude an den ersten Eliminationslauf. Unser Gegner, wie fast immer wenn’s um die Wurst geht, natürlich wieder ein Dragster mit mehr als 2000 PS und dem zeitgleichen Index von 8.99 Sek.. Nur dieses Mal war nicht so leicht mit uns zu spielen. Mit dem alten Cougar sind wir auf diesen Pisten nie schneller als 9.1 Sek. gefahren. So konnte ein Kontrahent gemütlich neben uns herziehen und im letzten Moment nochmals ein bisschen Gas geben. So hat man uns dann immer abgefangen. Der Cougar hatte einfach zu wenig Leistung um zu kontern. Nicht so mit dem Chevy. Hier sind wir wirklich mit dabei und fahren unseren Index bis zu 0.004 Sekunden an.

Wie enttäuschend war dieser Lauf. Martin hatte mit 0.3 Sek. eine gute Reaktionszeit, der Gegner mit 0.05 Sek. aber eine viel bessere. Martin ist gut weggekommen, der Dragster hatte ein wenig mehr Mühe. Dann ist er aber an Martin vorbeigeschossen und war um mehr als 3 Wagenlängen vor uns im Ziel. Aber überhaupt nicht zu halten ist er an der Ausfahrt bis fast in die Pampa durchgeknallt. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass ihm das Gas (elektronisch) hängen geblieben ist.

Wie auch immer, schaffen es die Franzosen in unvergleichlicher Manier, die Physik auf den Kopf zu stellen. Trotz dass der Dragster viel schneller im Ziel war als wir, hatten wir eine Schlusszeit von 9.159 Sek. und der Dragster 9.369 Sek. Mit diesem Knall hätte der Dragster seinen Index von 8.99 Sek. um einiges unterfahren müssen und wir wären der logische Sieger gewesen. So wurde die Reaktionszeit addiert und wir haben den Lauf mit einer Differenz von 0.2 Sek. verloren. Da nützt alles Protestieren nichts, die Zeitmessung ist immer und überall über jeden Zweifel erhaben. Für uns war das Rennen gelaufen und wir belegten abschliessend den 7. Schlussrang in der Trophée.

Wir hatten eine tolle Saison und der Chevy hält was er verspricht. Wir sind dabei und absolut Konkurrenzfähig. Was wir aber nie glauben wollten und uns schon von vielen erzählt wurde, hat sich leider scheinbar als wahr entpuppt. In Frankreich wirst du offenbar beschissen. Kommst du den französischen Fahrern zu nahe, dann verlierst du plötzlich aus unerfindlichen Gründen das nächste Rennen. Zeitmessungen lassen sich manipulieren (wurde uns so erklärt), sind aber im Endeffekt unanfechtbar.

Damit verliert die Trophée Francais auch den allerletzten Schweizerischen Teilnehmer. Wie schon einige vor uns lassen auch wir in Zukunft diese Rennen in Frankreich aus. Einerseits sind die Pisten teilweise lebensgefährlich und andererseits bleibt mit solchen Manipulationen einfach nur ein schlechter Geschmack zurück. Wer fährt schon gerne mehr als 700 km zu einem Rennen, um sich anschliessend verschaukeln zu lassen. Vielleicht werden wir in Zukunft wieder mal auf einer der Pisten, die einen besseren Grip haben, ein Rennen fahren. Dann aber nur zum Spass und damit wir unsere tollen Freunde in Frankreich wieder mal sehen.

Wir werden über den kommenden Winter unseren Chevy weiter aufrüsten und möchten nächstes Jahr in Bechyne, Drachten und Hockenheim fahren. Da sind üblicherweise die Strips fantastisch präpariert und du wirst nicht beschissen. Und damit wird das Rennfahren auch wieder zu dem was es eigentlich sein sollte. Ein sportliches Messen unter fairen Bedingungen.

Auf die nächste Saison. Söndy

Lanas, unser zweites Rennen der Saison

und wieder waren wir an einem Rennen der Trophée Francais, dieses Mal in Lanas/Aubenas.

Diese Rennstrecke war für uns absolut unbekannt, wir waren noch nie dort. Wir hatten keine Ahnung, was uns da erwarten würde.
Wir hatten aber auch keine Ahnung, wie sich unser Chevy verhalten würde. Über den vergangenen Winter wurden doch einige neue Teile verbaut, wie Wandler, Vergaser, Ölabscheidepumpe usw. Wir haben zwar schon ein Rennen in Mende bestritten, aber nach einem einzigen Lauf, bei dem wir auf dem dritten Platz abgeschlossen haben, wurde das Rennen aus Wettergründen abgebrochen. Und auch dieser Lauf war mit Windböen von bis zu 150 km/h alles andere als ideal.

Unser aktuelles Problem ist der Vergaser. Im alten Holley fuhren wir mit 138’er Düsen. Im neuen, für uns aufgebauten BLP-Vergaser, sind aber 172’er Düsen verbaut. Ein Unterschied wie zwischen einem Gartenschlauch und einer Wasserleitung. Die Löcher in den 172’er Düsen sind so gross, dass wir anfänglich Sorge hatten, ob unser Tankvolumen noch ausreichend ist.
Erschwerend kommt dazu, dass wir nach dem Rennen in Mende Wasser im Motorenöl hatten. Das Öl war weisslich aufgeschäumt. Also liess das für uns nur den Schluss zu, dass viel zu viel Ethanol den Weg durch den Vergaser ins Motorenöl findet. Die verbauten Düsen müssen also viel zu gross sein. Ein intensiver Kontakt mit dem Hersteller des Vergasers in Florida konnte uns aber auch nicht weiterhelfen.

Somit fuhren wir vergangenen Freitag mit gemischten Gefühlen nach Lanas. Unsere bis anhin schnellste gefahrene Zeit in Frankreich mit diesem Fahrzeug war eine hohe 9.1 irgendwas Sekunde. Unseren obersten Index von 8.99 Sekunden konnten wir noch nie erreichen. Insofern sind wir ein Spielball für all unsere Konkurrenten, können wir unseren Index ja nicht erreichen.

Die 700 km Fahrt nach Lanas war fantastisch. Wir hatten Wetter wie im Bilderbuch, also nicht wie zu Hause. Während der ganzen Fahrt wurden wir vom schönsten Sonnenschein begleitet und fuhren bei Valence, weg von der Autobahn, in eine wildromantische Gegend. Wir waren schlicht begeistert. Auch der Flugplatz von Lanas, auf einer Anhöhe über Aubenas gelegen, war fantastisch. Weit hinten angestanden haben wir die Anmeldung relativ rasch bewältigt und sind am ganzen wartenden Tross vorbeigezogen und haben einen guten Platz für unser Equipment erwischt. Und wieder einmal mehr war die Begrüssung so was von familiär und sympathisch. Das Gefühl, in einer grossen Familie angekommen zu sein, ist immer wieder berührend. Jeder hat uns das Händchen geschüttelt, auf die Schulter geklopft. „Schön, dass ihr wieder da seid“ hat uns immer wieder begleitet.

Abends dann, bei einem gemütlichen Bier, hat Martin gemeint „weisst Du Söndy, wenn ich hier auf einer dieser schmierigen Flughafenpisten eine 9.00 Sek. fahre, dann knall ich auf der gut geleimten Piste von Hockenheim in etwa eine 8.7 Sek. rein. Dann weiss ich endlich, dass mein racer sauber läuft und wir in die richtige Richtung arbeiten“.

An dieser Stelle müsste ich aus gutem Grunde erwähnen, dass wir den Chevy im Herbst 2010 von Vincent Rosiello in Frankreich gekauft haben. Das Fahrzeug lief damals unter dem Namen „Rital Express 3“ über die Französischen Pisten. Und eben dieser Vincent Rosiello hat sich mit seinem neuen Fahrzeug, einem 57’er Chevy Bel Air mit Kompressor und etwa 2‘400 PS zu diesem Anlass angemeldet. Natürlich unter dem Namen „Rital Express 4“. Wie waren wir auf dieses Fahrzeug gespannt.

Ernüchternd war zugleich, dass unser neues kleines Stromaggregat zwar in der Lage ist, die Winde im Anhänger, das Batterieladegerät und vieles andere zu bedienen, aber leider nicht die mitgenommene Kaffeemaschine. Auch dass meine Luftmatratze beim Transport eingeklemmt einige Schadstellen aufwies und mir in Aussicht stellte, auf dem harten Holzboden des Anhängers zu schlafen, trug nicht unbedingt zur Erheiterung bei. Aber was soll’s, wir sind ja harte Kerle J

Auch der Samstag empfing uns mit fantastischem Wetter. Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir unseren racer aufgewärmt und für das erste Rennen fertig gestellt. Es fehlte nur noch die technische Abnahme, die für die oberste Klasse immer am Standort des Fahrzeuges durchgeführt wird. Wir waren sehr erstaunt, als uns um 09:00h mitgeteilt wurde, dass die technische Abnahme zentral beim Eingang zum Flugplatz stattfindet und wir unser Fahrzeug dorthin bringen müssen.
Wir standen geschlagene 2 Stunden bei 31°C auf dem Platz, bis auch für unser Fahrzeug die Abnahme durch war. Dieses Vorgehen entspricht in keiner Weise dem Reglement und war für uns absolut unverständlich.

Der Motor war in der Zwischenzeit wieder ausgekühlt und Martin hat den Chevy aus eigener Kraft ins Zelt zurück gefahren. Kaum angekommen, hat man uns zum ersten Rennlauf geholt. Wir konnten weder tanken noch die Batterie aufladen. Gegen Ende der 400 Meter ist Martin das Benzin ausgegangen und die gefahrene Zeit von 10.841 war alles andere als berauschend.

Als Vorbereitung für den nächsten Lauf haben wir das ganze Fahrzeug nochmals durchgescheckt und die durch uns verbauten 148’er Düsen durch die mitgelieferten 172’er . Was soll ich sagen, mit einer Zeit von 8.986 Sek. hat Martin seinen Index von 8.990 Sek. unterfahren. Unser Gegner jedoch war von der Leistung des Chevy’s derart überrascht, dass er seinen 2000 PS Boliden nochmals gedrückt und seinerseits seinen Index weit mehr unterschritten hat als wir. Somit gingen wir als Sieger aus diesem run.

Der dritte Lauf war dann wie ein Märchen. Unser Gegner musste mit technischen Problemen aufgeben und an seine Stelle rutschte ----- ja genau, Vincent Rosiello mit Rital Express 4. Der Speaker hat sich fast überschlagen vor Freude. „Eine absolute Sensation. Das alte Fahrzeug Rital Express 3 gegen den neuen Rital Express 4. So was hat es noch nie gegeben“. 2400 PS gegen unsere 1200 PS und schon ging es los. Unter normalen Umständen hätten wir absolut keine Chance gehabt. Da Vincent aber sein Fahrzeug vorsichtig am Einfahren und Ausloten ist und er diese schiere Kraft gar nicht richtig auf den Boden bekam, haben wir ihm mit 8.992 Sek. über eine Sekunde abgenommen.

Drei Mal als Sieger aus jedem run mit solch einer Nähe zum Index hat uns am Samstag Abend dann die Führung im Klassement beschert. Wir waren die Nummer 1. Der Abendliche Gang quer durchs Fahrerlager hat uns sehr viele Sympathien entgegengebracht und viel Freude gemacht.

Der Sonntag empfing uns dann mit sehr dunklen Wolken und kurz nach dem morgendlichen Briefing hat es zu regnen begonnen. Also nochmals das Fahrzeug durchchecken und für das nächste Rennen bereitstellen. Kurz vor Mittag hat der Regen dann nachgelassen und man hat die ersten Public racer fahren lassen. Von den Fahrzeugen war aber nicht lange was zu sehen. Von der nachgeschleppten Wasserfontäne dagegen umso mehr. Unter solchen Bedingungen mit Wasserlachen und verwässertem schmierigen Leim versehenen Piste zu fahren ist einfach nur gefährlich. Aber man wollte den zahlreichen Zuschauern halt unbedingt was bieten.

Kurz nach Mittag goss es dann wie aus Kübeln. Unter diesen Umständen kann es nur noch einen Rennabbruch geben, der dann auch um 14:00h erfolgte. Damit standen wir als Sieger dieser Veranstaltung auf dem 1. Platz unserer Kategorie fest. Anderst als wie international üblich, wo am Sonntag Abend eine Siegerehrung mit Pokal und Preisgeld statt findet (ob das Rennen zu Ende gefahren oder abgebrochen wurde), hat man uns überall zum 1. Platz gratuliert und eine gute Heimfahrt gewünscht. Keine Siegerehrung, kein Pokal, kein Preisgeld. Ist schon ein bisschen dürftig für eine als International bezeichnete Veranstaltung. Aber was soll’s, wir sind trotzdem die Sieger.

Das Klassement der gesamten Trophée ist noch nicht aufgeschaltet. Aber meinen Berechnungen zu Folge führen wir die Trophée nun mit 5 Punkten Vorsprung an. Wir haben an diesem Wochenende viel mehr erreicht, als wir gehofft haben. Unser Chevy läuft zwar nicht fantastisch, aber zuverlässig gut und hat noch viel Potential. Wir werden weiter daran arbeiten.

alt

alt

liebe Grüsse
Söndy

Mende 2012, unser erstes Rennen der neuen Saison

Vergangenes Wochenende war für uns das erste Race der neuen Saison 2012. Wir waren so was von gespannt, ob unsere Umbauten und Anpassungen während der langen Wintermonate Erfolg zeigen würden. Ob wir in die richtige Richtung gearbeitet haben. Wir verhält sich das Fahrzeug mit dem neuen Vergaser, dem neuen Wandler, mit dem verbauten Alternator, mit der neu installierten Vakuumpumpe für die Ölabscheidung usw. Aber der Reihe nach.

Am Freitag in aller Frühe haben wir den langen Weg nach Mende in den Cevennen in Frankreich unter die Räder genommen. Die Wetterfrösche sagten ein fantastisches Wochenende voraus. In der Region Basel solle es 27°C warm werden. Auch die Vorhersagen für Mende stimmten uns fröhlich.

Nach einer langen und problemlosen Fahrt sind wir am Freitagnachmittag in Mende angekommen. Das Wetter zeigte sich aber eher von der trüben Seite. Nach dem Öffnen der Autotüre hat uns der erste Windstoss fast von den Beinen gefegt. Und dies soll Wettermässig ein geniales Wochenende versprechen? Aber eben, es kann sich ja noch bessern.

Nachdem wir das ganze Material aufgestellt hatten, haben wir uns die Piste angesehen. Wie im letzten Jahr auch wurde wieder grosszügig Leim im Startbereich verteilt. Die Schuhe hafteten am Boden fest. Das verspricht doch einen genialen Gripp. Nur das Wetter wurde nicht besser. Die Windböen immer heftiger. Vor einer Woche lagen hier auf über 1000 Meter noch 15 cm Schnee. Ob das so eine gute Idee ist, so früh im Jahr auf dieser Höhe eine Drag race zu veranstalten?

Der Morgen empfing uns immer noch grau und trübe. Auch der Wind hatte nicht nachgelassen. Der Windsack stand in konstanter horizontaler Richtung. Windböen von mehr als 120 km/h setzten dann eine Diskussion über das vorhandene Risiko eines Startes in Gang. Solch eine Böe bei mehr als 200 km/h Geschwindigkeit kann ein böses Ende bedeuten. Bekommt das Fahrzeug bei diesen Bedingungen Unterluft, dann ist ein Überschlag wohl programmiert. Und was meinte Martin? „Wenn ich schon so weit fahre und auf einer Rennpiste bin, dann will ich auch fahren“. Sagte es und setzte sich ins Auto.

Der burnout war gewaltig. Der racer hängt so was von am Gas. Jeder Tritt aufs Gaspedal wird sofort umgesetzt. Der Chevy brüllt, dass es eine wahre Freude ist. Leider wurde Martin nicht sauber eingestaged und hat gleich beide Stage-Lampen angezündet. Bevor er sich sauber auf den Start vorbereiten konnte, hat der Starter bereits das Startprozedere freigegeben. Die daraus resultierende Reaktionszeit von 1.09 Sek. wich doch viel von Martins üblichen 0.5 Sek. ab. Der Chevy ging ab wie eine Rakete, die Vorderräder etwa 30 cm über Boden. Auf der wheelie bar hängend hat Martin kurz das Gas gelupft. Ca. 50 Meter vor dem Ziel nochmals vom Gas weg, eine starke Windböe hat das Fahrzeug auf die andere Fahrbahnseite geschoben. Und mit all diesen Missgeschicken trotzdem eine Zeit von 9.2.. Sek. Unter besten Bedingungen müsste der racer wohl eine Zeit von 8.7 Sek. bringen. Also flugs zurück ins Zelt und alles für den nächsten Lauf vorbereiten. Vorher wollten wir uns aber noch den Lauf eines „Verrückten“ ansehen, der die Viertelmeile mit einem Raketenfahrrad bezwingen wollte. Nach einem kurzen Schlinger beim Start ist das Ding wirklich wie eine Rakete abgegangen. Leider hat eine Böe den armen Kerl bei der Achtelmeile gefällt. Nur gut ist ihm dabei nichts passiert, der Schutzanzug hat gehalten. Aber das Fahrrad dürfte wohl mehr als nur ein paar Schrammen abbekommen haben.

In der Zwischenzeit erreichten die Windböen aber eine Stärke von mehr als 150 km/h und das Rennen wurde unterbrochen. Selbst der Gang aufs Toi Toi wurde zum Abenteuer und ich habe mir nach ein paar Lupfer in einem dieser „Scheisshäuschen“ geschworen, nur noch die freie Natur aufzusuchen. Eine junge Lady hatte da weniger Glück. Sie wurde von einer starken Windböe mitsamt dem Toi Toi gefällt, wobei sich ein Grossteil des Tankinhaltes über sie ergossen hat. Ich muss Euch ja wohl nicht erklären, wie die Arme ausgesehen hat.

Nach einem kurzen Breefing wurde das Rennen für den aktuellen Tag abgesagt. Zu gross sind die Risiken für Mensch und Maschine. Also haben wir uns den leiblichen Genüssen hingegeben und sind nach einem lustigen und trotz Wetter gemütlichen Abend zu Bett gegangen. Die Nacht hingegen war weniger gemütlich und mit etwa 4°C noch saukalt dazu. Der Wind und der einsetzende Regen haben selbst die Geräusche unseres Generators übertönt. Die Windböen wurden so stark, dass wir teilweise Angst hatten, der Anhänger würde umfallen.

Von Schlafen konnte da keine Rede sein und mit müden Augen haben wir den neuen Tag begrüsst. Kleider nass, Schlafsack nass, Decken nass. Der Regen wurde mit jedem Windstoss durch sämtliche Ritzen des Anhängers gepresst. Und wo war unsere Abdeckplane, mit der wir unseren racer zugedeckt hatten? Abgerissen und zerfetzt. Das Auto voller Wasser, dummerweise auch die ganze empfindliche Elektronik. Überall lag Müll rum. Die Hälfte aller Zelte waren defekt. Es hat ausgesehen als ob ein Tornado durchs Lager gefegt wäre. Unter diesen Bedingungen haben wir uns entschlossen, nach einem herzhaften Frühstück die Heimreise anzutreten. Es wurden zwar noch zwei Läufe mit kleineren Kategorien durchgeführt, doch neu einsetzender Regen führte dann zum endgültigen Abbruch der Veranstaltung.

Ein Wochenende zum Vergessen. Hohe Kosten, eine lange und weite Fahrt und dies alles für einen einzigen run. Hoffen wir, dass die nächste Veranstaltung in 4 Wochen in Lanas unter einem besseren Stern steht.

Der Winter ist vorbei.

Die Rennsaison 2012 steht vor der Tür und bald ist es soweit, das 1. Rennen steht an.

Über den Winter wurde viel gearbeitet. Ein grösserer Vergaser, der in Florida entwickelt wurde, hat seinen Weg unter die Motorhaube gefunden. Damit wir die Kraft endlich besser auf den Boden bekommen, wurde ein neuer Wander verbaut. Der alte vom Cougar hat einfach nicht gepasst. Neue und stärkere Zündkabel, eine kleine Lichtmaschine und eine mechanische Öl-Absaugpumpe wurden ebenfalls eingepasst. Damit der Motor obenrum nicht mehr so absackt, hat Martin die Zylinderköpfe bearbeitet und die Einlässe vergrössert. Wir sind uns bewusst, dass dies für den aktuellen Motor immer noch nicht reicht. Aber bis diesen Herbst neue und grössere Zylinderköpfe bestellt sind, wird uns diese Massnahme wenigstens ein bisschen helfen.

Somit sind sehr viele Teile neu und wir beginnen wieder bei NULL. Alles will wieder eingestellt und sauber abgestimmt werden. Wir werden uns erst wieder die nötigen Erfahrungen mit dem Neumaterial sammeln müssen. Aber der Motor hört sich dermassen giftig an, dass wir sicherlich auf dem richtigen Weg sind. Auf jeden Fall sind wir sehr auf die Ergebnisse des bevorstehenden Rennens in Mende Ende dieses Monates gespannt. Das heisst natürlich, wenn es nicht regnet. Sind die Wetterprognosen mies, dann sparen wir uns die 1600 km für ein Wochenende auf 1000 Meter Höhe. Ausser an den A.... zu frieren ist dann sonst nichts zu holen und dafür ist es eindeutig zu weit weg.

Ja und dann haben wir uns noch unseren schweren Kastenanhänger vorgenommen. Der ganze Kasten wurde in der Höhe um 35 cm gesenkt. Somit haben wir viel weniger Windanfälligkeit und leichter geworden ist die ganze Sache auch noch. Auch da sind wir gespannt, wie sich der Anhänger im Betrieb macht.

Also freuen wir uns doch auf eine neue Rennsaison und sind guter Dinge, dass all die geleisteten Massnahmen in die richtige Richtung führen und wir unserem Traumziel von 8.6 Sek. endlich näher kommen.

bis bald
Söndy

22.11.2011

Drag Race Season End Party

Auf dem Heimweg von den NitrOlympx Hockenheim hat die Defekthexe bei einer Tankpause an Martins Camper gewerkelt. Das Kabel des angehängten Wohnwagens hat während der Fahrt am Boden gescheuert und einen Kurzschluss verursacht. In der kurzen Zeit während dem Tankvorgang war die Batterie leer und der Camper wollte nicht mehr anlaufen.
Es war unser Glück, dass zur gleichen Zeit ein Fahrzeug von Bruckmüller Racing am Tanken war und uns anschliessend souverän aus unserer misslichen Lage befreit hat. Nochmals herzlichen Dank an die überaus hilfsbereite Bruckmüller Truppe vom Team 74.

Aus dem anschliessenden Kontakt erhielten wir dann eine Einladung zur "Drag Race Season End Party" bei Bruckmüller Racing. Gerne haben wir am 12.11. den Weg nach Lengnau unter die Räder genommen um einen gemütlichen Abend unter vielen Rennkollegen zu verbringen.

Nun, was soll ich sagen. Die Bruckmüller Truppe, unterstützt von Marco Fäh und dem Team Orangli, zeigten sich überaus Gastfreundlich und sorgten für einen unvergesslichen Abend.; Bei fantastischem Essen und guter Stimmung wurde es nie langweilig und manch neuer Kontakt konnte geknüpft werden. Die Anwesenheit einiger Ausländischer Kollegen gaben dem Ganzen einen internationalen Charakter und es fühlte sich fast ein wenig wie an einem Rennwochenende an. Und kurz vor Wintereinbruch macht dies ganz besonders viel Spass.

Nochmals herzlichen Dank nach Lengnau und wir freuen uns jetzt schon auf die "Drag Race Season End Party 2012". Aber davor steht erst mal eine hoffentlich interessante und erfolgreiche Rennsaison.

14.09.2011

Dragrace in Mende

Eigentlich wollten wir dieses Jahr, unter anderem, alle 4 Rennen der Trophée Francais fahren. Da uns aber beim ersten Anlass der Motor um die Ohren geflogen ist, mussten wir die mittleren 2 Rennen auslassen. Nach drei stattgefundenen Rennen fand man uns somit erst auf dem 12. Platz des Klassements.

Inzwischen ist der Motor repariert und wir konnten sogar in Hockenheim teilnehmen. Die dort gefahrenen Zeiten sind jedoch weit weg von dem was wir uns vorgestellt und erwartet haben. Da waren wir ja mit dem alten Cougar schneller.

Mende war für uns die nächste Möglichkeit, weiter am set up unseres Chevys zu arbeiten und weitere Problemfelder aufzudecken. Wir waren noch nie zuvor in Mende und hatten keine Ahnung, was uns da erwarten würde. Wir haben in Frankreich schon Pisten angetroffen, die aus Betonplatten bestanden und eine saumässige Traktion die Räder über 200 Meter weit durchdrehen liessen. Aber egal, fahren wir die 650 km in den Süden Frankreichs um unseren Chevy weiter zu verbessern.

Freitag 09.09. sind wir um 06:30h Morgens Richtung Frankreich aufgebrochen. Trotz bester Prognosen der Wetterfrösche zeigte sich der Himmel eher von der zugeknöpften Seite und es wahr ziemlich kühl. Dies hat sich bis nach Chalon nicht geändert, was Martin die eine oder andere nicht ganz jugendfreie Bemerkung entlockte. Aber mehr und mehr begleitete uns die Sonne und so konnten wir unser feines Mittagessen kurz vor Lyon draussen bei herrlichen 27°C geniessen. Nach einem starken Espresso setzten wir die Fahrt fort und umrundeten das viel befahrene Lyon ohne gröbere Probleme. Lediglich die teilweise ziemlich aggressive Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer, die quetschen sich in der Kolonne einfach noch vor dich rein, zwangen uns zu dem einen oder anderen Stoppmanöver. Mit einem 3 Tonnen schweren Hänger im Schlepp nicht die angenehmste Übung.

Von St. Etienne weg war dann aber Feierabend mit gemütlicher Autobahnfahrt. Die 163 km bis Mende waren ein Auf und Ab. Von 700 Höhenmetern auf über 1200 Höhenmeter und wieder zurück usw. Mein Terracan wurde richtig gefordert. Auf jeden Fall mussten wir nicht Angst haben, in einer der vielen Geschwindigkeitskontrollen hängen zu bleiben. Der absolute Hammer war dann aber der Weg von Mende hinauf zum Flugplatz. In nur 3.5 km von 700 auf 1021 Höhenmeter im 1. Gang kriechend war schon grob. Der Terracan gab alles.

Nach dem Aufstellen unseres Camps haben wir einen Rundgang durchs Fahrerlager gemacht. Wir haben viele vertraute Gesichter gesehen und einen herzlichen Empfang erlebt. Insofern ist Frankreich einfach immer wieder ein Erlebnis. Die dort erlebte Freundlichkeit und Kollegialität ist immer wieder was ganz tolles und das „ah, les Suisses“ hat uns das ganze Wochenende begleitet. Ein Riesengrosses Lächeln hat uns aber die Besichtigung der Rennstrecke ins Gesicht gezaubert. Der Start der leicht ansteigenden Flugzeugpiste glänzte im Mondlicht vor uns. Der grosszügig verteilte Leim liess die Schuhe kleben und verhiess einen fantastischen Grip.

Die technische Abnahme am Samstag Morgen ging mit der einzigen Frage „habt ihr seit dem letzten Mal was am Fahrzeug geändert“ unbürokratisch schnell über die Bühne. Auf den Tipp erfahrener Mende Teilnehmer zum Fahren in dieser Höhe haben wir, entgegen unserer Meinung, grössere Düsen verbaut. Nach einer kurzen Kontrolle und einem warm up konnten wir schon zum 1. Qualilauf antreten. Die noch relativ kühlen Temperaturen verhinderten einen guten Grip und mit gefahrenen 9.7 Sek. waren wir weit von unserem Index von 8.99 Sek. entfernt. Auch der burn out war alles andere als optimal. Also zurück ins Camp, nochmals grössere Düsen verbaut und für einen besseren Grip nochmals den Luftdruck der hinteren Räder gesenkt.

Es wurde wärmer und wärmer und damit der Grip immer besser. Auch beim 2. Qualilauf war der burn out nicht gewaltig. Das aus dem Cougar übernommene Getriebe hat einfach einen zu kurzen ersten Gang und der grosse Motor kann sein Drehmoment gar nicht umsetzen. Auf diese Weise verlieren wir beim Start wertvolle Zeit, die wir beim run nie mehr wett machen können. Die gefahrene Zeit von 9.504 bestätigte dies trotz tollem Grip. Ausserdem wirkt der Motor in höheren Drehzahlen ziemlich träge. Es fehlt einfach an Power. Wieder im Camp angekommen, haben wir sofort kleinere Düsen verbaut. Nun folgten wir unserer Logik. Dünnere Luft benötigt nicht so viel Treibstoff, sonst stimmt die Mischung einfach nicht. Ergo müssen die Löcher kleiner sein.

Vom 3. Qualilauf an hat Martin dann im 2. Gang geburnt und siehe da, es qualmte dass es eine wahre Freude war. Dank der Sonne und angenehmen 27°C war der Grip absolut fantastisch. Viele Teilnehmer fuhren die 60’ Fuss schneller als in Hockenheim. Martin war kaum mehr zu halten und produzierte einen Frühstart. Dank dem red light habe ich keine Zeit für diesen Lauf.

Zwischen dem 3. und 4. Qualilauf hatten wir dann eine Fotosession. Wie im Jahr 2009, als der Cougar im Französischen Magazin Rod & Kustom erschien, hat man uns dies nun auch für den Chevy angeboten. In Begleitung eines professionellen Fotografen hat uns der Chefredaktor Jean-Paul Milhe auf einen Helikopterlandeplatz ausserhalb des Renngeländes gebeten. Also haben wir den Chevy durchs ansteigende Grasland gezogen und sauber platziert. Aus der angesagten halben Stunde wurde dann eine ganze und der nächste Qualilauf würde in Bälde anstehen. Also haben wir gleich im Gelände nachgetankt und nochmals kleinere Düsen verbaut, wobei der Fotograf alles auf Bild festgehalten hat. Vermutlich wird dieser Beitrag in der November-Ausgabe zu sehen sein. Wir sind gespannt.

Alsdann hat Martin seinen Chevy gegen den Startpunkt gesteuert und ist die Rasenpiste runtergerumpelt. Kurz vor dem Vorstart ist der Chevy dann im ebenen Gelände stehen geblieben und Martin ist den Rest mit röhrendem Motor unter die Räder genommen. Unter lautem Lachen hat uns dann der Präsident der ATD (Association Trophée Dragster) gefragt, ob wir nebenbei noch an Geländeprüfungen teilnehmen würden. In der Hoffnung, dass die Batterie mitmachen würde (keine Lichtmaschine und keine neue Ladung) sind wir dann den 4. Qualilauf angegangen. Mit einem sauberen burn out und sehr gutem Grip hat Martin eine 9.494 gefahren. Und wieder liess der Motor im oberen Drehzahlbereich Leistung vermissen.

Nach diesem letzten Qualilauf am Samstag haben wir dann den Chevy abgecheckt. Dabei haben wir festgestellt, dass uns der Benzindruck bei laufendem Motor kontinuierlich absinkt. Von den üblichen 9 bar Druck waren gerade noch deren 6 übrig. Also haben wir den Benzindruck wieder raufgestellt, alles kontrolliert und sind dann zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen.

Der Sonntag empfing uns dann mit ziemlich bedecktem Himmel. Auf den Nachmittag waren Gewitter angedroht, aber es war wenigstens warm. So konnte Martin den 5. und letzten Qualilauf angehen. Ein sehr guter burn out und sehr guter Grip resultierten dann in einer 9.333. Unsere Bemühungen vom Vorabend schienen in die richtige Richtung zu gehen.

Eine neuerliche Kontrolle des Benzindruckes hingegen zeigte wieder einen Abfall auf 7 bar. Vermutlich ist der Benzinfilter zu und kein Ersatz dabei (das lehrt uns für das nächste Mal). Also Benzindruck nochmals hochgeschraubt und die Zündung von 28° auf 30° vorgestellt.

Mit einem Grinsen im Gesicht hat uns Eric bekannt gegeben, dass er unser Konkurrent im 1. Eliminationslauf sein würde. Ein Dragster mit etwa 2000 PS, einem Index von 8.14 und einer schnellsten gefahrenen Zeit von knapp 7.7 Sek. wird ein harter Brocken für uns werden. Eric hat für diesen run seinen Index dem unseren angepasst. Im Wissen, dass wir unseren Index von 8.99 Sek. eh nicht erreichen können, kann er mit uns spielen. Eine gleichmässige Fahrt neben uns und ein kleiner Gasstoss kurz vor dem Ziel wird ihn gewinnen lassen. Den werden wir wohl nur mit einer fantastischen Reaktionszeit abfangen können, wobei Martin das Risiko eines red lights bewusst eingeht. Und so kam es dann auch. 4/1000 Sek. zu früh gestartet haben wir unseren 1. Eli-Lauf mit einer guten 9.211 mit red light verloren. Damit war das Rennen für uns gelaufen.

Nach einem guten Bier haben wir dann gepackt und uns auf die wellige Heimfahrt gemacht. Da wir dieses Wochenende nicht zu viel geschlafen haben und ich nicht die ganze Nacht durchfahren wollte, haben wir in der Höhe von St. Etienne fantastisch zu Abend gegessen und dort gleich übernachtet. In der Mitte eines kleinen Dreierzimmers liegend wurde ich dann von meinen Kollegen mit starken Sägeähnlichen Geräuschen „sanft“ in den Schlaf gewiegt.  

Nach einem guten Frühstück sind wir weiter gefahren, wobei uns immer dickere bläuliche Rauchschwaden begleitet haben. Mein Terracan hat wohl zu viel am V8-Mythos geschnuppert und seinen Verbrauch auch auf über 30 Liter gehoben. Irgendwo muss sich ein Leck aufgetan haben, dass den Diesel grosszügig verteilt hat. Unser Anhänger wird auf jeden Fall nicht mehr so schnell rosten.

Wir sind zwar nicht so weit gekommen wie wir wollten, haben uns aber mit 2 von 4 gefahrenen Rennen in der Endwertung auf den 8. Platz geschoben. Aber wir konnten viele Erkenntnisse gewinnen und das war ja eigentlich auch der Sinn dieses Rennjahres 2011. Wir werden über den Winter das zu kurz übersetzte Getriebe und den zu kleinen Wandler aus dem Cougar ersetzen und auch einen besseren Vergaser verbauen, damit unser OLD SMUGGLER oben raus nicht mehr verhungert. Weiter werden wir eine Öl-Vakuumpumpe und eine kleine Lichtmaschine verbauen und sonst noch ein paar Dinge bereinigen. Auch der Fahrerplatz will optimiert werden, war der frühere Besitzer doch etwas kleiner als Martin. Damit hoffen wir gestärkt in die neue Saison 2012 zu starten und langsam zu einem ernst zu nehmenden Gegner zu werden. Nur ein schönes Fahrzeug zu haben reicht halt einfach nicht.

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(die Bilder habe ich mir von der ATD in Frankreich entlehnt)

29.08.2011

Das 1. US-Car Meeting Hochwald vom vergangenen Sonntag war ein voller Erfolg. Zum 1. Mal stattgefunden, haben sich doch einige prächtig herausgeputzte US cars im idyllischen Hochwald zu einem Stelldichein getroffen. Einige seltene Stücke, die dieses Frühjahr auch in Oensingen anzutreffen waren, konnten in der traumhaften Umgebung dieses Meetings bestaunt werden. Dies und das schöne Wetter haben der Veranstaltung viele Besucher beschert.

Auch einige Teilnehmer der Drag Racing Szene waren anzutreffen. Urs Erbacher, Thomas und Nathalie Haas, das Team von Trouble Racing um Marcus Hilt mit der wunderschönen 63'er Corvette und wir vom Schlegel Racing Team mit unserem 37'er Chevy, mit dem wir zwischendurch das ländliche Hochwald beschallt haben. Es war fast wie bei ein Familientreffen. Überhaupt ist die Gemütlichkeit nicht zu kurz gekommen. Das OK um Urs Metzger hat ganze Arbeit geleistet. Die vielen Besucher haben im Festzelt und im Beggenhaus genügend Platz gefunden, um die feinen Grilladen und Kuchen zu geniessen. Entsprechend locker und einladend war die ganze Ambiance. Beschallt mit einem guten Mix aus Blues- und Country Music war der Anlass ein voller Erfolg. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

19.08.2011

Die NitrOlympx für dieses Jahr sind Vergangenheit, aber wir waren dabei.

Mit grossen Sorgenfalten auf der Stirn haben wir die anfälligen Kurbelwellenlager immer wieder kontrolliert und auch mal ausgetauscht, aber es ist nichts kaputt gegangen. Der Motor hat gehalten. Zwar sind wir immer noch auf der Suche nach Leistung, sind aber mit der besten Zeit von 9.0 doch schon um einiges schneller als im Frühling in Chaumont. Wir konnten viele Erkenntnisse sammeln und es steckt noch viel Potential im Fahrzeug drin, auch wenn die Verdichtung nicht so hoch ist wie gewünscht. Versuche mit einem speziellen Vergaser haben keine Verbesserung gezeigt. Für diesen starken Motor ist aber die verwendete Getriebeübersetzung eindeutig zu kurz. Zusammen mit dem nun zu kleinen Wandler hämmert der Chevy die Kraft beim Start dermassen auf die Räder, dass diese sofort den Halt verlieren. Diese Teile werden wir sicherlich als nächstes wechseln.

Leider hat die wunderschöne Karrosse etwas Schaden genommen. Der hintere Radausschnitt des rechten Vorderrades ist bei 250 km/h eingerissen. Martin musste mit viel Polyester und Glasfaser die Sache verstärken. Die ersten Kampfspuren sind also da. Scheinbar scheint das Fahrzeug vorher noch nie so schnell gefahren zu sein, sonst ...

Martin ist mit einem zu schnellen Start von 2/1000 Sek. und dem entsprechenden Rotlicht auf der rechten Piste in den 1/16 Finals rausgefallen. Wir wären besser gewesen als unser Kontrahent auf der linken Bahn. Martin war nicht der erste und nicht der letzte Bewerber der Sportsman-Klassen, der auf der rechten Bahn mit red light ausgeschieden ist. Wir haben gehört, dass die FIA-Teilnehmer nach unseren Qualis Rekurs eingelegt haben. Scheinbar ist die Zeitmessung nach zweimaligem Abräumen durch Rennfahrzeuge nicht perfekt aufgestellt gewesen. Auf der rechten Seite sei der Abstand der Pre-Stage und Stage-Messung kleiner gewesen als auf der linken. Deshalb sind die meisten Bewerber auf der rechten Seite mit Frühstarts von 2/1000 Sek. bis 4/1000 Sek. ausgeschieden. Weiss da jemand was genaueres?

Ansonsten war die Organisation dieses Jahr perfekt. Der Veranstalter hat sich wirklich jegliche Mühe gegeben, das Wochenende zu einem unvergessenen Erlebnis zu machen und jedem Teilnehmer zu seinen versprochenen Läufen zu verhelfen. Und leider kann auch Jerry Lackey das Wetter nicht beeinflussen ...

27.07.2011

Die neuen Motorenteile sind da. Zur Zeit werden sie eingebaut und dann wird der Motor auf Herz und Nieren getestet. Eine anschliessende Kontrolle soll zeigen, dass das Neumaterial dem Erwarteten entspricht und wir in Hockenheim bei den NitrOlympx an den Start gehen können. Das vorläufige Starterfeld listet bei den Super Pro ET 30 Teilnehmer. Da können wir nicht mit einer lahmen Kiste kommen, sonst sind wir schnell weg. Wir sind gespannt ...

Die Kings-Nockenwelle, die scheinbar 2/1000 mm dicker ist als alle anderen, macht uns ein wenig Sorge. Das Lagerspiel ist schon sehr eng.

30.06.2011

Nach vielen Ausmessungen und Kontrollen hat sich bestätigt, dass die Kurbelwelle einen Schlag hatte. Die daraus entstandene Unwucht hat übermässig auf die Lager gedrückt und diese nachhaltig zerstört. 2 Pleuel sind dabei auch auf der Strecke geblieben. Ein Schuldbekenntnis gibt es natürlich von keiner Seite, wir müssen sämtliche Neuteile auf unsere Kosten bestellen. Wenigsten kommt uns der Motorenbauer Preismässig einiges entgegen. Wir sind gespannt wie lange es dauert, bis die benötigten Teile bei uns eintreffen. Auf jeden Fall wird anschliessend alles akribisch ausgemessen und kontrolliert, bevor das nächste Rennen in Angriff genommen wird. Die Saison ist eh dahin.

unser neuer Motor ist da

Endlich, endlich, endlich ist unser neuer Motor Ende Mai eingetroffen. Für das Rennen der Trophée Francais in Chaumont hatten wir nun eine Woche Zeit, neben der normalen Arbeit, noch den Motor zu komplettieren und einzubauen. Viele kleinere und grössere Dinge haben uns dabei recht gefordert:

Zur neuen Ölwanne fehlten leider die dazugehörenden speziellen Schrauben und Dichtungen und die Aussparung für den Anlasser war zu klein. Keine Chance das Ding zu montieren. Wir mussten die Wanne unseres alten Motor "ausleihen" und mit viel Fleissarbeit anpassen. Der neue Motor ist ja Volumenmässig grösser.

Was soll ich sagen, am Sonntag Abend vor dem Rennen in Frankreich hat der Motor das erste Mal gehustet. Dicht ist aber was anderes. Dank den Anpassungsarbeiten an der Wanne hat sich diese verzogen und war wohl nicht mehr ganz sauber. Bis am Mittwoch Abend war dann alles paletti und der Chevy konnte verladen werden.

Am Donnerstag sind wir nach Frankreich gereist und konnten am Abend noch einen run fahren. Die gefahrene Zeit war mit 13.5 Sek. langsamer als ein Public racer. Nach vielen Einstellungsarbeiten und auf der Suche nach dem richtigen set up haben wir uns in den folgenden 3 runs auf 9.8 Sek. verbessert. Mit einer geänderten Bedüsung wurde dann der 5. run gegen einen starken Gegner angegangen. Martin hat einen wunderbaren burnout hingelegt und ist anschliessend sauber weg gekommen. Immer um eine Nasenspitze vor dem Konkurrenten. Endlich, wir waren auf dem richtigen Weg.
Die Kontrolle des time slips gab dann aber lange Gesichter. Martin war bis zur Hälfte des runs deutlich schneller, dann ist der Chevy plötzlich eingebrochen. Stark klopfende Geräusche haben Martin dazu veranlasst, den Motor nach 2/3 der Distanz sofort abzustellen und den Chevy ausrollen zu lassen. Trotzdem stand eine 9.8 auf dem time slip. Was hätte das für eine Zeit gegeben, wenn Martin voll hätte durchziehen können?

Eine anschliessende Kontrolle förderte dann gröbere Metallteile in der Ölwanne zu Tage. Lagerschaden der Kurbelwelle. Damit war das Rennen für uns gelaufen und wir konnten zusammen packen.

Tiefere Kontrollen zu Hause zeigten dann, dass die Kurbelwelle einen Schlag hatte. War wohl mal runter gefallen. Die Lager waren zu eng, die Welle hatte zu wenig Spiel. Der Hub wahr ein bisschen zu hoch, die Kolben haben leicht am Zylinderkopf angeschlagen.

Ev. wurden da Fertigungstoleranzen ein bisschen grosszügig ausgelegt und wir hatten zu wenig Zeit, alles genau zu kontrollieren und nachzumessen. Wie auch immer wird es auf jeden Fall ein bisschen dauern, bis neue passende Teile vor Ort sind und der Motor wieder neu aufgebaut werden kann.

that's race

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