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22.11.2011

Drag Race Season End Party

Auf dem Heimweg von den NitrOlympx Hockenheim hat die Defekthexe bei einer Tankpause an Martins Camper gewerkelt. Das Kabel des angehängten Wohnwagens hat während der Fahrt am Boden gescheuert und einen Kurzschluss verursacht. In der kurzen Zeit während dem Tankvorgang war die Batterie leer und der Camper wollte nicht mehr anlaufen.
Es war unser Glück, dass zur gleichen Zeit ein Fahrzeug von Bruckmüller Racing am Tanken war und uns anschliessend souverän aus unserer misslichen Lage befreit hat. Nochmals herzlichen Dank an die überaus hilfsbereite Bruckmüller Truppe vom Team 74.

Aus dem anschliessenden Kontakt erhielten wir dann eine Einladung zur "Drag Race Season End Party" bei Bruckmüller Racing. Gerne haben wir am 12.11. den Weg nach Lengnau unter die Räder genommen um einen gemütlichen Abend unter vielen Rennkollegen zu verbringen.

Nun, was soll ich sagen. Die Bruckmüller Truppe, unterstützt von Marco Fäh und dem Team Orangli, zeigten sich überaus Gastfreundlich und sorgten für einen unvergesslichen Abend.  Bei fantastischem Essen und guter Stimmung wurde es nie langweilig und manch neuer Kontakt konnte geknüpft werden. Die Anwesenheit einiger Ausländischer Kollegen gaben dem Ganzen einen internationalen Charakter und es fühlte sich fast ein wenig wie an einem Rennwochenende an. Und kurz vor Wintereinbruch macht dies ganz besonders viel Spass.

Nochmals herzlichen Dank nach Lengnau und wir freuen uns jetzt schon auf die "Drag Race Season End Party 2012". Aber davor steht erst mal eine hoffentlich interessante und erfolgreiche Rennsaison. Cool

 

14.09.2011

Dragrace in Mende

Eigentlich wollten wir dieses Jahr, unter anderem, alle 4 Rennen der Trophée Francais fahren. Da uns aber beim ersten Anlass der Motor um die Ohren geflogen ist, mussten wir die mittleren 2 Rennen auslassen. Nach drei stattgefundenen Rennen fand man uns somit erst auf dem 12. Platz des Klassements.

Inzwischen ist der Motor repariert und wir konnten sogar in Hockenheim teilnehmen. Die dort gefahrenen Zeiten sind jedoch weit weg von dem was wir uns vorgestellt und erwartet haben. Da waren wir ja mit dem alten Cougar schneller.

Mende war für uns die nächste Möglichkeit, weiter am set up unseres Chevys zu arbeiten und weitere Problemfelder aufzudecken. Wir waren noch nie zuvor in Mende und hatten keine Ahnung, was uns da erwarten würde. Wir haben in Frankreich schon Pisten angetroffen, die aus Betonplatten bestanden und eine saumässige Traktion die Räder über 200 Meter weit durchdrehen liessen. Aber egal, fahren wir die 650 km in den Süden Frankreichs um unseren Chevy weiter zu verbessern.

Freitag  09.09. sind wir um 06:30h Morgens Richtung Frankreich aufgebrochen. Trotz bester Prognosen der Wetterfrösche zeigte sich der Himmel eher von der zugeknöpften Seite und es wahr ziemlich kühl. Dies hat sich bis nach Chalon nicht geändert, was Martin die eine oder andere nicht ganz jugendfreie Bemerkung entlockte. Aber mehr und mehr begleitete uns die Sonne und so konnten wir unser feines Mittagessen kurz vor Lyon draussen bei herrlichen 27°C geniessen.

Nach einem starken Espresso setzten wir die Fahrt fort und umrundeten das viel befahrene Lyon ohne gröbere Probleme. Lediglich die teilweise ziemlich aggressive Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer, die quetschen sich in der Kolonne einfach noch vor dich rein, zwangen uns zu dem einen oder anderen Stoppmanöver. Mit einem 3 Tonnen schweren Hänger im Schlepp nicht die angenehmste Übung.

Von St. Etienne weg war dann aber Feierabend mit gemütlicher Autobahnfahrt. Die 163 km bis Mende waren ein Auf und Ab. Von 700 Höhenmetern auf über 1200 Höhenmeter und wieder zurück usw. Mein Terracan wurde richtig gefordert. Auf jeden Fall mussten wir nicht Angst haben, in einer der vielen Geschwindigkeitskontrollen hängen zu bleiben. Der absolute Hammer war dann aber der Weg von Mende hinauf zum Flugplatz. In nur 3.5 km von 700 auf 1021 Höhenmeter im 1. Gang kriechend war schon grob. Der Terracan gab alles.

Nach dem Aufstellen unseres Camps haben wir einen Rundgang durchs Fahrerlager gemacht. Wir haben viele vertraute Gesichter gesehen und einen herzlichen Empfang erlebt. Insofern ist Frankreich einfach immer wieder ein Erlebnis. Die dort erlebte Freundlichkeit und Kollegialität ist immer wieder was ganz tolles und das „ah, les Suisses“ hat uns das ganze Wochenende begleitet. Ein Riesengrosses Lächeln hat uns aber die Besichtigung der Rennstrecke ins Gesicht gezaubert. Der Start der leicht ansteigenden Flugzeugpiste glänzte im Mondlicht vor uns. Der grosszügig verteilte Leim liess die Schuhe kleben und verhiess einen fantastischen Grip.

Die technische Abnahme am Samstag Morgen ging mit der einzigen Frage „habt ihr seit dem letzten Mal was am Fahrzeug geändert“ unbürokratisch schnell über die Bühne. Auf den Tipp erfahrener Mende Teilnehmer zum Fahren in dieser Höhe haben wir, entgegen unserer Meinung, grössere Düsen verbaut. Nach einer kurzen Kontrolle und einem warm up konnten wir schon zum 1. Qualilauf antreten. Die noch relativ kühlen Temperaturen verhinderten einen guten Grip und mit gefahrenen 9.7 Sek. waren wir weit von unserem Index von 8.99 Sek. entfernt. Auch der burn out war alles andere als optimal. Also zurück ins Camp, nochmals grössere Düsen verbaut und für einen besseren Grip nochmals den Luftdruck der hinteren Räder gesenkt.

Es wurde wärmer und wärmer und damit der Grip immer besser. Auch beim 2. Qualilauf war der burn out nicht gewaltig. Das aus dem Cougar übernommene Getriebe hat einfach einen zu kurzen ersten Gang und der grosse Motor kann sein Drehmoment gar nicht umsetzen. Auf diese Weise verlieren wir beim Start wertvolle Zeit, die wir beim run nie mehr wett machen können. Die gefahrene Zeit von 9.504 bestätigte dies trotz tollem Grip. Ausserdem wirkt der Motor in höheren Drehzahlen ziemlich träge. Es fehlt einfach an Power. Wieder im Camp angekommen, haben wir sofort kleinere Düsen verbaut. Nun folgten wir unserer Logik. Dünnere Luft benötigt nicht so viel Treibstoff, sonst stimmt die Mischung einfach nicht. Ergo müssen die Löcher kleiner sein.

Vom 3. Qualilauf an hat Martin dann im 2. Gang geburnt und siehe da, es qualmte dass es eine wahre Freude war. Dank der Sonne und angenehmen 27°C war der Grip absolut fantastisch. Viele Teilnehmer fuhren die 60’ Fuss schneller als in Hockenheim. Martin war kaum mehr zu halten und produzierte einen Frühstart. Dank dem red light habe ich keine Zeit für diesen Lauf.

Zwischen dem 3. und 4. Qualilauf hatten wir dann eine Fotosession. Wie im Jahr 2009, als der Cougar im Französischen Magazin Rod & Kustom erschien, hat man uns dies nun auch für den Chevy angeboten. In Begleitung eines professionellen Fotografen hat uns der Chefredaktor Jean-Paul Milhe auf einen Helikopterlandeplatz ausserhalb des Renngeländes gebeten. Also haben wir den Chevy durchs ansteigende Grasland gezogen und sauber platziert. Aus der angesagten halben Stunde wurde dann eine ganze und der nächste Qualilauf würde in Bälde anstehen. Also haben wir gleich im Gelände nachgetankt und nochmals kleinere Düsen verbaut, wobei der Fotograf alles auf Bild festgehalten hat. Vermutlich wird dieser Beitrag in der November-Ausgabe zu sehen sein. Wir sind gespannt.

Alsdann hat Martin seinen Chevy gegen den Startpunkt gesteuert und ist die Rasenpiste runtergerumpelt. Kurz vor dem Vorstart ist der Chevy dann im ebenen Gelände stehen geblieben und Martin ist den Rest mit röhrendem Motor unter die Räder genommen. Unter lautem Lachen hat uns dann der Präsident der ATD (Association Trophée Dragster) gefragt, ob wir nebenbei noch an Geländeprüfungen teilnehmen würden.

In der Hoffnung, dass die Batterie mitmachen würde (keine Lichtmaschine und keine neue Ladung) sind wir dann den 4. Qualilauf angegangen. Mit einem sauberen burn out und sehr gutem Grip hat Martin eine 9.494 gefahren. Und wieder liess der Motor im oberen Drehzahlbereich Leistung vermissen.

Nach diesem letzten Qualilauf am Samstag haben wir dann den Chevy abgecheckt. Dabei haben wir festgestellt, dass uns der Benzindruck bei laufendem Motor kontinuierlich absinkt. Von den üblichen 9 bar Druck waren gerade noch deren 6 übrig. Also haben wir den Benzindruck wieder raufgestellt, alles kontrolliert und sind dann zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen.

Der Sonntag empfing uns dann mit ziemlich bedecktem Himmel. Auf den Nachmittag waren Gewitter angedroht, aber es war wenigstens warm. So konnte Martin den 5. und letzten Qualilauf angehen. Ein sehr guter burn out und sehr guter Grip resultierten dann in einer 9.333. Unsere Bemühungen vom Vorabend schienen in die richtige Richtung zu gehen.

Eine neuerliche Kontrolle des Benzindruckes hingegen zeigte wieder einen Abfall auf 7 bar. Vermutlich ist der Benzinfilter zu und kein Ersatz dabei (das lehrt uns für das nächste Mal). Also Benzindruck nochmals hochgeschraubt und die Zündung von 28° auf 30° vorgestellt.

Mit einem Grinsen im Gesicht hat uns Eric bekannt gegeben, dass er unser Konkurrent im 1. Eliminationslauf sein würde. Ein Dragster mit etwa 2000 PS, einem Index von 8.14 und einer schnellsten gefahrenen Zeit von knapp 7.7 Sek. wird ein harter Brocken für uns werden. Eric hat für diesen run seinen Index dem unseren angepasst. Im Wissen, dass wir unseren Index von 8.99 Sek. eh nicht erreichen können, kann er mit uns spielen. Eine gleichmässige Fahrt neben uns und ein kleiner Gasstoss kurz vor dem Ziel wird ihn gewinnen lassen. Den werden wir wohl nur mit einer fantastischen Reaktionszeit abfangen können, wobei Martin das Risiko eines red lights bewusst eingeht. Und so kam es dann auch. 4/1000 Sek. zu früh gestartet haben wir unseren 1. Eli-Lauf mit einer guten 9.211 mit red light verloren. Damit war das Rennen für uns gelaufen.

Nach einem guten Bier haben wir dann gepackt und uns auf die wellige Heimfahrt gemacht. Da wir dieses Wochenende nicht zu viel geschlafen haben und ich nicht die ganze Nacht durchfahren wollte, haben wir in der Höhe von St. Etienne fantastisch zu Abend gegessen und dort gleich übernachtet. In der Mitte eines kleinen Dreierzimmers liegend wurde ich dann von meinen Kollegen mit starken Sägeähnlichen Geräuschen „sanft“ in den Schlaf gewiegt Wink

Nach einem guten Frühstück sind wir weiter gefahren, wobei uns immer dickere bläuliche Rauchschwaden begleitet haben. Mein Terracan hat wohl zu viel am V8-Mythos geschnuppert und seinen Verbrauch auch auf über 30 Liter gehoben. Irgendwo muss sich ein Leck aufgetan haben, dass den Diesel grosszügig verteilt hat. Unser Anhänger wird auf jeden Fall nicht mehr so schnell rosten Innocent

Wir sind zwar nicht so weit gekommen wie wir wollten, haben uns aber mit 2 von 4 gefahrenen Rennen in der Endwertung auf den 8. Platz geschoben. Aber wir konnten viele Erkenntnisse gewinnen und das war ja eigentlich auch der Sinn dieses Rennjahres 2011. Wir werden über den Winter das zu kurz übersetzte Getriebe und den zu kleinen Wandler aus dem Cougar ersetzen und auch einen besseren Vergaser verbauen, damit unser OLD SMUGGLER oben raus nicht mehr verhungert. Weiter werden wir eine Öl-Vakuumpumpe und eine kleine Lichtmaschine verbauen und sonst noch ein paar Dinge bereinigen. Auch der Fahrerplatz will optimiert werden, war der frühere Besitzer doch etwas kleiner als Martin. Damit hoffen wir gestärkt in die neue Saison 2012 zu starten und langsam zu einem ernst zu nehmenden Gegner zu werden. Nur ein schönes Fahrzeug zu haben reicht halt einfach nicht.

(die Bilder habe ich mir von der ATD in Frankreich entlehnt)

29.08.2011

Das 1. US-Car Meeting Hochwald vom vergangenen Sonntag war ein voller Erfolg. Zum 1. Mal stattgefunden, haben sich doch einige prächtig herausgeputzte US cars im idyllischen Hochwald zu einem Stelldichein getroffen. Einige seltene Stücke, die dieses Frühjahr auch in Oensingen anzutreffen waren, konnten in der traumhaften Umgebung dieses Meetings bestaunt werden. Dies und das schöne Wetter haben der Veranstaltung viele Besucher beschert.

Auch einige Teilnehmer der Drag Racing Szene waren anzutreffen. Urs Erbacher, Thomas und Nathalie Haas, das Team von Trouble Racing um Marcus Hilt mit der wunderschönen 63'er Corvette und wir vom Schlegel Racing Team mit unserem 37'er Chevy, mit dem wir zwischendurch das ländliche Hochwald beschallt haben. Es war fast wie bei ein Familientreffen.

Überhaupt ist die Gemütlichkeit nicht zu kurz gekommen. Das OK um Urs Metzger hat ganze Arbeit geleistet. Die vielen Besucher haben im Festzelt und im Beckenhaus genügend Platz gefunden, um die feinen Grilladen und Kuchen zu geniessen. Entsprechend locker und einladend war die ganze Ambiance. Beschallt mit einem guten Mix aus Blues- und Country Music war der Anlass ein voller Erfolg. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

 

19.08.2011

Die NitrOlympx für dieses Jahr sind Vergangenheit, aber wir waren dabei.

Mit grossen Sorgenfalten auf der Stirn haben wir die anfälligen Kurbelwellenlager immer wieder kontrolliert und auch mal ausgetauscht, aber es ist nichts kaputt gegangen. Der Motor hat gehalten. Zwar sind wir immer noch auf der Suche nach Leistung, sind aber mit der besten Zeit von 9.0 doch schon um einiges schneller als im Frühling in Chaumont. Wir konnten viele Erkenntnisse sammeln und es steckt  noch viel Potential im Fahrzeug drin, auch wenn die Verdichtung nicht so hoch ist wie gewünscht.

Versuche mit einem speziellen Vergaser haben keine Verbesserung gezeigt. Für diesen starken Motor ist aber die verwendete Getriebeübersetzung eindeutig zu kurz. Zusammen mit dem nun zu kleinen Wandler hämmert der Chevy die Kraft beim Start dermassen auf die Räder, dass diese sofort den Halt verlieren. Diese Teile werden wir sicherlich als nächstes wechseln.

Leider hat die wunderschöne Karrosse etwas Schaden genommen. Der hintere Radausschnitt des rechten Vorderrades ist bei 250 km/h eingerissen. Martin musste mit viel Polyester und Glasfaser die Sache verstärken. Die ersten Kampfspuren sind also da. Scheinbar scheint das Fahrzeug vorher noch nie so schnell gefahren zu sein, sonst ...

Martin ist mit einem zu schnellen Start von 2/1000 Sek. und dem entsprechenden Rotlicht auf der rechten Piste in den 1/16 Finals rausgefallen. Wir wären besser gewesen als unser Kontrahent auf der linken Bahn. Martin war nicht der erste und nicht der letzte Bewerber der Sportsman-Klassen, der auf der rechten Bahn mit red light ausgeschieden ist. Wir haben gehört, dass die FIA-Teilnehmer nach unseren Qualis Rekurs eingelegt haben. Scheinbar ist die Zeitmessung nach zweimaligem Abräumen durch Rennfahrzeuge nicht perfekt aufgestellt gewesen. Auf der rechten Seite sei der Abstand der Pre-Stage und Stage-Messung kleiner gewesen als auf der linken. Deshalb sind die meisten Bewerber auf der rechten Seite mit Frühstarts von 2/1000 Sek. bis 4/1000 Sek. ausgeschieden. Weiss da jemand was genaueres?

Ansonsten war die Organisation dieses Jahr perfekt. Der Veranstalter hat sich wirklich jegliche Mühe gegeben, das Wochenende zu einem unvergessenen Erlebnis zu machen und jedem Teilnehmer zu seinen versprochenen Läufen zu verhelfen. Und leider kann auch Jerry Lackey das Wetter nicht beeinflussen ...

 

27.07.2011

Die neuen Motorenteile sind da. Zur Zeit werden sie eingebaut und dann wird der Motor auf Herz und Nieren getestet. Eine anschliessende Kontrolle soll zeigen, dass das Neumaterial dem Erwarteten entspricht und wir in Hockenheim bei den NitrOlympx an den Start gehen können. Das vorläufige Starterfeld listet bei den Super Pro ET 30 Teilnehmer. Da können wir nicht mit einer lahmen Kiste kommen, sonst sind wir schnell weg. Wir sind gespannt ...

Die Kings-Nockenwelle, die scheinbar 2/1000 mm dicker ist als alle anderen, macht uns ein wenig Sorge. Das Lagerspiel ist schon sehr eng.

 

30.06.2011

Nach vielen Ausmessungen und Kontrollen hat sich bestätigt, dass die Kurbelwelle einen Schlag hatte. Die daraus entstandene Unwucht hat übermässig auf die Lager gedrückt und diese nachhaltig zerstört. 2 Pleuel sind dabei auch auf der Strecke geblieben. Ein Schuldbekenntnis gibt es natürlich von keiner Seite, wir müssen sämtliche Neuteile auf unsere Kosten bestellen. Wenigsten kommt uns der Motorenbauer Preismässig einiges entgegen. Wir sind gespannt wie lange es dauert, bis die benötigten Teile bei uns eintreffen. Auf jeden Fall wird anschliessend alles akribisch ausgemessen und kontrolliert, bevor das nächste Rennen in Angriff genommen wird. Die Saison ist eh dahin.

 

unser neuer Motor ist da

Endlich, endlich, endlich ist unser neuer Motor Ende Mai eingetroffen. Für das Rennen der Trophée Francais in Chaumont hatten wir nun eine Woche Zeit, neben der normalen Arbeit, noch den Motor zu komplettieren und einzubauen. Viele kleinere und grössere Dinge haben uns dabei recht gefordert:

Zur neuen Ölwanne fehlten leider die dazugehörenden speziellen Schrauben und Dichtungen und die Aussparung für den Anlasser war zu klein. Keine Chance das Ding zu montieren. Wir mussten die Wanne unseres alten Motor "ausleihen" und mit viel Fleissarbeit anpassen. Der neue Motor ist ja Volumenmässig grösser.

Was soll ich sagen, am Sonntag Abend vor dem Rennen in Frankreich hat der Motor das erste Mal gehustet. Dicht ist aber was anderes. Dank den Anpassungsarbeiten an der Wanne hat sich diese verzogen und war wohl nicht mehr ganz sauber. Bis am Mittwoch Abend war dann alles paletti und der Chevy konnte verladen werden.

Am Donnerstag sind wir nach Frankreich gereist und konnten am Abend noch einen run fahren. Die gefahrene Zeit war mit 13.5 Sek. langsamer als ein Public racer. Nach vielen Einstellungsarbeiten und auf der Suche nach dem richtigen set up haben wir uns in den folgenden 3 runs auf 9.8 Sek. verbessert. Mit einer geänderten Bedüsung wurde dann der 5. run gegen einen starken Gegner angegangen. Martin hat einen wunderbaren burnout hingelegt und ist anschliessend sauber weg gekommen. Immer um eine Nasenspitze vor dem Konkurrenten. Endlich, wir waren auf dem richtigen Weg.
Die Kontrolle des time slips gab dann aber lange Gesichter. Martin war bis zur Hälfte des runs deutlich schneller, dann ist der Chevy plötzlich eingebrochen. Stark klopfende Geräusche haben Martin dazu veranlasst, den Motor nach 2/3 der Distanz sofort abzustellen und den Chevy ausrollen zu lassen. Trotzdem stand eine 9.8 auf dem time slip. Was hätte das für eine Zeit gegeben, wenn Martin voll hätte durchziehen können?

Eine anschliessende Kontrolle förderte dann gröbere Metallteile in der Ölwanne zu Tage. Lagerschaden der Kurbelwelle. Damit war das Rennen für uns gelaufen und wir konnten zusammen packen.

Tiefere Kontrollen zu Hause zeigten dann, dass die Kurbelwelle einen Schlag hatte. War wohl mal runter gefallen. Die Lager waren zu eng, die Welle hatte zu wenig Spiel. Der Hub wahr ein bisschen zu hoch, die Kolben haben leicht am Zylinderkopf angeschlagen.

Ev. wurden da Fertigungstoleranzen ein bisschen grosszügig ausgelegt und wir hatten zu wenig Zeit, alles genau zu kontrollieren und nachzumessen. Wie auch immer wird es auf jeden Fall ein bisschen dauern, bis neue passende Teile vor Ort sind und der Motor wieder neu aufgebaut werden kann.

that's race

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